Tag Archives: Offensive Junger Christen

Geschlecht und Existenz

5 Jul

Der Chef der „Offensive Junger Christen“ scheint ein merkwürdiges Verständnis von Existenz zu haben:

Nach Maschers Worten ist die Gleichstellung der Geschlechter (Gender-Mainstreaming) ein Wohlstandsphänomen. Die Debatte werde ausgerechnet in Deutschland so heftig geführt, weil es hier keine existenziellen Probleme gebe. In Ländern, in denen sich die Menschen um ihr tägliches Auskommen sorgen müssten, seien solche Diskussionen undenkbar.
Natürlich wird die Debatte um die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur in Deutschland oder anderen westlichen bzw. nördlichen Ländern geführt. Überall auf der Welt kämpfen Frauen um ihre Gleichberechtigung und setzen sich auch Männer für diese ein. Klar ist auch, dass der Einsatz für ein menschenwürdiges Leben, zu dem bspw. ein Dach über dem Kopf, sauberes Trinkwasser, Nahrung und Gesundheit gehören, nicht von den Geschlechterverhältnissen zu trennen ist. Weiterlesen

Fight back

8 Feb

Schwule sind Schweine. Das will uns Dominik Klenk nahelegen, der Prior der Offensive Junger Christen. Natürlich würde er das niemals öffentlich so formulieren, dafür sind Typen wie Klenk zu gerissen. Und deshalb macht er es über diesen Umweg: Weiterlesen

Völlig losgelöst

17 Nov

Man könnte meinen, Homosexualität werde für evangelische Pastoren bald zur Pflicht. Doch es ist in Wahrheit nicht viel, was der bayerische Landeskirchenrat plant (siehe auch hier):

„Im Einzelfall“ werde Paaren, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, das gemeinsame Wohnen im Pfarrhaus gestattet, heißt es in einer Erklärung der Kirchenleitung. Voraussetzung sei, dass der örtliche Kirchenvorstand sowie der Landeskirchenrat, der Dekan und der Regionalbischof „einmütig“ zustimmen.

Auch das neue von der EKD-Synode beschlossene Dienstrecht sorgt für keine Revolution: Weiterlesen

Roland und die Hand Gottes

7 Jul

Roland Werner wird neuer Generalsekretär des CVJM. Das ist eine schlechte Nachricht für alle, denen die „Separation of Church and Hate“ am Herzen liegt. Anlass für meine Einschätzung ist keineswegs die von ihm postulierte Überwindung seiner Homosexualität, obwohl auch diese Formulierung merkwürdig genug ist.  Doch wenn er es dabei beließe, wäre es seine Privatsache. Das Problem ist vielmehr, dass der langjährige Vorsitzende des evangelikalen „Christival“ zugleich Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirats“ des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft ist.

Und damit für eine Haltung der Intoleranz steht, die Homosexualität nicht als der Heterosexualität gleichwertigen Lebensentwurf akzeptiert, sondern als Defizit sieht: Weiterlesen

Fromm und nicht hetero

21 Apr

Kirchentage bieten bekanntlich für jeden etwas – für bibelorientierte Christen, für Freunde der Ökumene, Befreiungstheologen, Feministinnen, Lesben, Schwule,
Moslems, Buddhisten und so weiter.

weiß man bei ideaSpektrum (16/2010). Ob die Reihenfolge der Aufzählung etwas über die Wertigkeit der benannten Gruppen in der Weltsicht mancher konservativer Evangelikaler verrät? In jedem Fall verrät die Aufzählung wie der folgende Artikel einem, wie einfach die Weltsicht mancher Menschen ist. Denn für sie sind Menschen entweder „bibelorientiert“ oder „schwul“ oder „Befreiungstheologen“. Und so vermeldet man im Spektrum

zunächst einige Beispiele, warum sich der Weg nach München lohnen kann

– genannt werden bspw. Veranstaltungen zum Nahen Osten und zur Judenmission, wobei man, wie enttäuscht festgehalten wird, Weiterlesen

Christl Vonholdts postmoderne Halluzinationen

23 Feb

Christl Vonholdt vom DIJG, zugehörig der Offensive Junger Christen, ist regelmäßigen Lesern dieses Blogs zur Genüge bekannt, ein ausgiebiger Verriss ihrer Ideologie findet sich bspw. hier. In ideaSpektrum 07/2010 begründet Vonholdt jetzt – für ihre Verhältnisse schon beinahe originell -, warum sie die Ergänzung von Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität ablehnt: Weiterlesen

Kritik und Grundgesetz

30 Apr

Auch Frau Professor Gerl-Falcovitz von dem Schnapsnasenverein Offensive Junger Christen (OJC) macht sich Sorgen, dass die Homos bald die Scheiterhaufen anzünden werden, um Leute wie sie zu braten. In der „Freien Welt“ auf Marburg angesprochen, gibt sie folgendes zu Protokoll:

Die Vorwürfe [der Homophobie] sind schon deshalb nicht gedeckt, weil sich der Kongress insgesamt nicht mit Homosexualität beschäftigt. Ein Bekannter von mir sagte neulich, er müsse sich jetzt wohl ein neues Grundgesetz kaufen, da offenbar das Grundrecht über Meinungs- und Redefreiheit geändert worden sei.

Man kann Frau Gerl-Falcovitz und ihrem Bekannten nur raten, einen Blick ins Grundgesetz zu werfen. Dann würden sie nämlich feststellen, dass unter dem Abschnitt Meinungs- und Redefreiheit nicht steht:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten ohne dass Kritik an dieser seiner Meinung geübt werden darf.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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