Tag Archives: Opferkonkurrenz

Was hat der Kampf gegen Rechtsextremismus mit Abtreibung zu tun?

28 Nov

Nichts, meinen Sie? Helmut Matthies scheint das anders zu sehen und so nutzt er die Gelegenheit, um den Rechtsextremismus gleichzeitig zu funktionalisieren und zu verharmlosen. Im Editorial der letzten Ausgabe von ideaSpektrum fällt ihm angesichts der

mindestens zehn Morde, die in acht Jahren mutmaßlich von der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ begangen wurden,

erstens ein,

dass „Rechte“ angesichts kirchlicher Stellungnahmen den Eindruck haben, ihnen werde ohnehin die Menschenwürde abgesprochen

und zweitens, dass die EKD sich nun, ebenso wie gegen Rechtsextremismus auch gegen Abtreibungen äußern müßte: Weiterlesen

Warum Frauen den Holocaust leugnen dürfen, wenn sie in Afghanistan geboren sind

25 Jan

Nein, die Rolle von Siemens im Nationalsozialismus ist keine rühmliche. Doch was sich die Firma jetzt geleistet hat, übertrifft all das bei weitem – glaubt man einer ehemaligen Mitarbeiterin:

„Weil eine andere Frau meinen Job übernehmen sollte, wurde ich von zwei meiner Vorgesetzten systematisch fertig gemacht“, sagt Weingärtner, die mit dem Nürnberger Kunsthistoriker Helge Weingärtner verheiratet ist. Man habe sie von Besprechungen ausgeschlossen, mit einem alten PC abgespeist, in ein kleines Büro gesetzt und mit übermäßig viel Arbeit eingedeckt. Für Weingärtner Formen von „subtiler Gewalt“. Nach einer Baby-Pause sei alles noch schlimmer geworden. Beschimpft habe man sie, Worte wie „Dreck“ und „Schlamperei“ seien häufiger gefallen. Weiterlesen

Wie sexy ist der Holocaust?

30 Nov

Auf diese Frage könnte man eine Diskussion bei queer.de herunter brechen. Es geht um Profilfotos bei Gayromeo, die als Hintergrund für ihre Präsentation das Stelenfeld nutzen:

Im Ausland wundert man sich über den merkwürdigen Trend: das schwule Blog „Catch Fire“ sammelt einige der Fotos unter der Kategorie „Memorial Pics“. „Ich habe nie verstanden, was der Gedanke bei den Fotos ist (und ich habe wirklich eine Menge davon gefunden, also muss irgendein merkwürdiger Gedanke dahinter stecken)“, schreibt der Blogger. „Ich denke, es ist faszinierend, wie all diese Leute sexy aussehen wollen an einem Ort, der zu denen auf der Welt gehört, die am wenigsten sexy sind.“

Doch das versteht in Deutschland nicht jeder. Ein User meint daher:

Was ist denn gegen private Photos einzuwenden, man kann es auch übertreiben? Typisch, immer wenn irgendwas mit dem Zentral der Juden nur in sehr entfernter Weise in Kontakt geraten könnte, meldet man sich sofort mit dem Hinweis auf die Vergangenheit Deutschlands.

Merkwürdig, der vermutlich gemeinte „Zentralrat“ hatte sich zu den Holocaust-Präsentationen gar nicht geäußert. Weiterlesen

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