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Pfaffenschänder statt Kinderschänder

24 Mrz

Liebesdienste und Gefälligkeiten unterscheiden sich bloß durch den Beweggrund von den Diensten überhaupt; sie sind immer freiwillig, man ist sie nicht schuldig, dagegen gibt es auch schuldige und erzwungene Dienste. Liebesdienste werden aus Liebe erzeigt und Gefälligkeiten, um zu gefallen. Bei den Liebesdiensten ist der Beweggrund die allgemeine Menschenliebe, bei den Gefälligkeiten hingegen die besondere Freundschaft, die wir gegen gewisse Personen empfinden, denen wir gern, um ihre Gegenliebe zu verdienen, gefallen wollen. Wir erzeigen daher auch Fremden, besonders Unglücklichen aus mitleidiger Menschenliebe Liebesdienste, aber, wenn wir genau reden wollen, nur Freunden oder Menschen, deren Freundschaft wir nicht verschmähen würden, Gefälligkeiten.

Was hier über Liebesdienste zu lesen ist, könnte einen zu der Annahme verleiten, ein Liebesdienst sei erste Christenpflicht, für Priester also geradezu konstitutiv. Im deutschen Westen sieht man das wohl anders und so geht es hier gerade rund. Die BILD hat es aufgedeckt und die Betroffenen müssen nun dran glauben: Weiterlesen

Eine ganz spezielle Form der Nächstenliebe

14 Sep

Dieser Priester hatte Sex mit Kindern

betitelte BILD vergangene Woche einen Artikel über einen 2002 suspendierten und im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetretenen und obendrein exkommunzierten 72jährigen Theologen, der gegen Bezahlung Sex mit Jugendlichen hatte. Warum einer, der von sich selbst sagt,

Mit 27 habe ich gemerkt, dass ich homosexuell bin.

keinen Sex mit Gleichaltrigen oder wenigstens Erwachsenen hat, erklärt uns die BILD nicht. Der Richter, der eine Haftstrafe auf Bewährung verordnete, scheint die ganze Geschichte überhaupt nicht so schlimm zu finden:

Der Angeklagte war immerhin für die Jungen eine hochwillkommene Einnahmequelle.

Weniger entspannt wirkt die Reaktion des ehemaligen Arbeitgebers:

Das Erzbistum Paderborn reagierte entsetzt.

Warum eigentlich? Bloß weil sich einer mal nicht die Kleinsten für seine Sexspiele ausgesucht hat? Oder weil er auch noch dafür bezahlt hat? Das ist vermutlich nicht üblich, wenn sich katholische Würdenträger an den ihnen anvertrauten Schäflein selbst versorgen. Vielleicht hat man schlicht Angst vor finanziellen Erwartungen zukünftiger Opfer und zwar nicht erst bei der anschließenden Erpressung…

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