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What’s wrong with Homosexuality?

28 Mrz

Meine persönliche (unbegründete?) Abneigung gegen Philosophen entspringt der postmodernen Tendenz, dass die Philosophie durch Fragen wie bspw. „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?„, zu einer pseudointellektuellen Laberwissenschaft verkommt, die sich in abgehobene Sphären bewegt und Fragen stellt, bei denen die Antworten selbst keinerlei Erkenntnisgewinn bringen.

Meine mir bereits vorgeworfene Arroganz gegenüber der Philosophie könnte auch darin begründet liegen, dass sich nicht wenige (Pseudo-)Philosophen mit der Frage nach dem „Sinn des Lebens“ beschäftigen, einer Frage, die ich selbst für zutiefst sinnlos halte, weil ich der aufrichtigen Überzeugung bin, dass das Leben an sich überhaupt keinen Sinn hat, ein Standpunkt der m. E. besonders eindrucksvoll durch die Perm-Trias-Grenze belegt wird.

Da tut es dann mal gut, wenn man sich mit Fragen beschäftigen kann, auf die es substanzielle Antworten gibt und die eine wirkliche Relevanz haben, wie bspw. der, was denn bitte schön falsch an der Homosexualität sein soll.

Mein Lieblingsphilosoph John Corvino stellt sich diese Frage seit etwa 20 Jahren und seine Antworten sind klar, einleuchtend und mit einer Prise Humor vorgetragen. Sein neuestes Buch „Whats’s Wrong with Homosexuality?“ fast seine Antworten auf die in den letzten Jahren gesammelten Erkenntnisse zusammen. Parallel dazu gibt es eine Videoserie in der die gängigsten Behauptungen und Vorurteile gegenüber der Homosexualität gekontert werden (leider nur in Englisch):

Spaemanns homosexuelle Freunde

12 Dez

Ach ja, die Philosophie. Eine merkwürdige Disziplin, die immer wieder für Denkanstöße und Nebelkerzen verantwortlich zeichnet. So geht es einem auch bei der Lektüre des Interviews, welches die „Welt“ mit Robert Spaemann geführt hat, und in dem Erkenntnisse und Merkwürdigkeiten einen diffusen Mix ergeben.

Suma summarum geht es Spaemann wohl darum, die „natürliche Ordnung“ gegen die Anmaßung menschlichen Willens zu verteidigen. Was nicht unbedingt falsch sein muss. Auch wenn man dafür ausgerechnet auf Rousseau hinweist:

Schon Jean Jacques Rousseau hat darauf hingewiesen, dass die „unbesiegbare Natur“ zurückschlägt, wenn die Herrscher falsche Gesetze erlassen und gegen die Ordnung der Dinge verstoßen. Wahrheit lässt sich auch durch eine demokratische Entscheidung nicht beugen. Sie kann sehr wohl einer demokratischen Entscheidung unterliegen – und das sagt auch Rousseau – wenn in einem Land gegen die Natur der Dinge gehandelt wird. Dann kann man nur abwarten, bis die Katastrophen eintreten und es sieht aus, als wären wir heute in genau dieser Lage. Es ist der Kern des Klimagipfels und es war der Ursprung der Bankenkrise, dass fundamentale Wahrheiten außer Acht gelassen wurden. Entweder wir beugen uns diesen eisernen Gesetzmäßigkeiten für unser Überleben, vor allem für das Überleben unserer Kinder und Enkel, oder wir tun es eben nicht, und dann müssen allerdings nicht wir die Zeche zahlen, sondern unsere Nachkommen.

Welche Wahrheiten Spaemann hier auch im Detail meint, richtig ist, dass, wenn gegen die „Natur der Dinge“ verstoßen wird, die Ergebnisse fragwürdig werden können: Weiterlesen

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