Tag Archives: Proposition 8

Kultur des Todes – Der Kampf gegen den Dschihadismus hat gerade erst begonnen

12 Dez

Nach den Terroranschlägen der Religion des Friedens in Mumbai, bekommen es auch konservative Christen in den USA mit der Angst zu tun. Einer davon ist Pat Boone, seines Zeichens ehemaliger Schlagersänger, der sich auf WorldNetDaily blumig seine Angst von der Seele schreibt:

When the dust begins to settle after many horrifying hours, the body count has reached nearly 200, and many more are injured and emotionally scarred for the rest of their lives. The perpetrators? Though no demands were made, and no group immediately took credit for the insane attack, all evidence points to Islamic terrorists, likely from Pakistan. Weiterlesen

Arme, kleine Heten – Ausweitung der Kampfzone

2 Dez

Dass es vereinzelte Homos gibt, die angesichts der demokratischen Entscheidung in Kalifornien, Schwulen und Lesben ein Recht zu verwehren, dass Heteros wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, in ihrem Aktionismus ein wenig über die Stränge schlagen, sollte nicht verwundern, denn Homos sind auch nur Menschen und es gibt kein Zentralkomitee, das vorschreibt, wie Schwule zu denken und zu handeln haben. Michelle Malkin – ihres Zeichens konservative Bloggerin, die mit jedem Mann ins Bett steigen kann ohne befürchten zu müssen, dafür auf der Straße zusammengeschlagen zu werden und die anscheinend nur deshalb gegen die Islamisierung ist, weil sie diese als Konkurrenz zu ihrem eigenen Gedankengut betrachtet – berichtet nun schon seit geraumer Zeit von den Untaten der homosexuellen Banden in den USA. Zum Beispiel dieser hier: Weiterlesen

Wir gehen vor Gericht (1)

21 Nov

Der Supreme Court von Kalifornien wird voraussichtlich nächstes Jahr über die Rechtsgültigkeit von Proposition 8 entscheiden. Konkret geht es um drei Fragen, die der Court zu beantworten hat:

„Is Proposition 8 invalid because it constitutes a revision of, rather than an amendment to, the California constitution?“

„Does Proposition 8 violate the separation of powers doctrine under the California constitution?“

„If Proposition 8 is not unconstitutional, what is its effect, if any, on the marriages of same-sex couples performed before the adoption of Proposition 8?“

Sollte Proposition 8 gekippt werden, dürfen wir uns jetzt schon auf Stellungnahmen aufgebrachter Heten beklagen, welche die Demokratie durch Homos und deren Freunde bei Gericht, bedroht sehen. Wenn nicht, ist demnächst der nächste Volksentscheid über die Gültigkeit gleichgeschlechtlicher Ehen dran. Solange bis wir diesen gewinnen. Und dass wir irgendwann gewinnen, steht außer Zweifel.

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin schwul.

19 Nov

So, oder so ähnlich, könnte man das Weltbild des Fundi-Christen Newt Gingrich zusammenfassen. Seit jeher ein aufrechter Ritter für Moral, Sitte und Anstand, hat Gingrich jetzt eine neue Leidenschaft entdeckt: den Kampf gegen den Faschismus, manifestiert in der Bewegung (!), die irgendwie schon immer faschistisch war: die der Homos und insbesondere die der Schwulen. Ja, Newt Gingrich hat von europäisch, linken Traditionen gelernt, auch wenn seine Begründung ein wenig anders strukturiert ist.

In einem Interview mit Bill O’Reilly bei FOX News – der Medienfamilie übrigens, die bspw. mit den Simpsons selbst gehörig zur Verschwulung der Welt beiträgt – legte Gingrich, befeuert von Busenkumpel O’Reilly, dann auch so richtig los: Weiterlesen

Von der schwulen Sau zum schwulen Lebensstil

17 Nov

Ein Gutes hat das verlorene Referendum über die Homo-Ehe in Kalifornien ja: Anhand der Werbe- und Infospots unserer Gegner, lässt sich vorzüglich analysieren, was Homos in den nächsten Jahren so alles erwartet. Das Fazit sieht dabei relativ klar aus: Homophobie wird sich immer öfter durch die Nebelwolken vordergründiger Toleranz äußern. Homosexualität ist nicht mehr „abartig“ , „pervers“ und „scheiße“, sondern nur noch ein Defizit. Die Träger dieses Defizits kann man dabei schon mal zur Gartenparty einladen, doch wird auch dort ihnen beständig klar gemacht werden, dass ihnen einfach ein entscheidendes Kriterium fehlt, um voll als Mensch akzeptiert zu werden:

Mehrheit gegen Minderheit

17 Nov

Nicht wenige der Homo-Gegner in Kalifornien und anderswo, rufen den Homos zu, sie sollten doch nun endlich mal die Klappe halten und das demokratische Votum der Mehrheit anerkennen. Dabei vergessen sie eines: Demokratie ist, wenn die Mehrheit entscheidet, dass Frauen gesteinigt werden sollen.

Christian Hoffmann drückt es auf seinem Blog „Freilich“, etwas weniger dramatisch, aber darum nicht weniger richtig aus:

In Diskussionen weise ich immer wieder darauf hin, dass wir nicht in einer Demokratie, sondern in einer liberalen Demokratie leben. Das ist ein wesentlicher Unterschied: In der liberalen Demokratie wird das Monstrum des mehrheitslegitimierten Staates durch einige Elemente gefesselt, welche der Demokratie durchaus wesensfremd sind. Hierzu gehört der Rechtsstaat, der Föderalismus, die Gewaltenteilung und vor allem auch die in der Verfassung garantierten Grundrechte. Der Einflussbereich der “Volksherrschaft” wird durch diese “checks and balances” begrenzt.

Sieben Gebote für den neuen schwulen Menschen

14 Nov

In Kalifornien geht es nach der Ablehnung der Homo-Ehe durch eine Front arroganter heterosexeller Narzissten hoch her. So wird z. B. spekuliert, ob die von homosexueller Seite artikulierte Empörung über den Ausgang des Referendums die Geburtsstunde einer neuen Schwulenbewegung sein könnte und es werden allerhand Analysen angestellt, warum man die Heteros bislang nicht davon überzeugen konnte, ihre Privilegien solidarisch mit denen zu teilen, die qua sexueller Orientierung nicht ganz so begünstigt sind.

Im Kommentarbereich des von mir sehr geschätzten liberal-koservativen Independent Gay Forum glaubt ein User die Antwort gefunden zu haben. „Ashpenaz“ scheint der Meinung zu sein, die Homos seien – mehr oder weniger – selbst schuld daran, wenn Heteros uns das Recht auf Eheschließung verwehren wollen. In einem Sieben-Punkte-Plan führt er aus, was sich seiner Meinung nach ändern muss, damit „wir“ endlich als Menschen wie alle anderen auch anerkannt werden: Weiterlesen

„This vote is horrible“

13 Nov

Keith Olbermann, Moderator bei MCNBC, ist sichtlich aufgebracht, als er das Ergebnis bezüglich Proposition 8 in Kalifornien kommentiert:

hattip: Dominik Hennig

Mit Mormonophobie gegen Homophobie?

11 Nov
Böser Schwuler diskriminiert Mormonen

Böser Schwuler diskriminiert Mormonen

Die Schwulen und Lesben Kaliforniens sind – gelinde gesagt – stinksauer darüber, dass eine knappe Mehrheit der Einwohner des Golden State nichts besseres zu tun hatte, als ihnen das Eherecht wieder zu entziehen. Unter speziellem Beschuss stehen insbesondere Mormonen, deren Kirche zu den Hauptgeldgebern der unseligen Verfassungsänderung gehörte. Nun wird von schwul-lesbischer Seite zum Boykott von Utah aufgerufen, dem Staat, in dem eine Mehrheit der Bevölkerung Mormonen sind: Weiterlesen

Solidarität und andere Phantastereien

9 Nov

Dass Schwule und Lesben gemeinsame Interessen mit anderen „Minderheiten“ haben und im Zweifelsfalle zusammenhalten müssen, gehört zu den gängigen Plattitüden politisch progressiver Kräfte. Und eigentlich ist Solidarität ja auch was Feines. Dummerweise aber, halten nicht wenige der anderen „Minderheiten“ von dieser Solidarität nicht allzu viel. Zumindest wenn es um die Rechte von Homos geht:

Ausgerechnet jene Minderheiten, die am Dienstag in grosser Zahl für Barack Obama gestimmt hatten, versetzten der Eheschliessung von gleichgeschlechtlichen Paaren den Todesstoss. Gemäss «Washington Post» stimmten 70 Prozent aller Afroamerikaner für die Vorlage mit dem Namen «Proposition 8». Von den Latinos waren 53 Prozent dafür. Damit wurde die Mehrheit der weissen Kalifornier, die gegen das Verbot war, überstimmt. […]

Das klare Nein der Schwarzen sei «überraschend und enttäuschend» für Aktivisten der Schwulenbewegung, hielt die «Washington Post» fest. Sie hätten gehofft, dass gerade die Afroamerikaner sich mit ihrem Engagement identifizieren würden. Doch diese hätten die Vorlage unter religiösen Aspekten und nicht unter jenen der Gleichberechtigung betrachtet.

Was eigentlich nicht überraschen kann, wenn man sein Weltbild eher nach dem faktischen Gesichtspunkt der stärker schriftgläubigen Religiosität schwarzer Amerikaner, als nach eigenen idealistischen Phantastereien strukturiert.

Erfreulich ist dagegen, dass die mehrheitlich katholischen Latinos, nur mit einer knappen Mehrheit gegen die Homo-Ehe abgestimmt haben.

Die Zeit wird es ohnehin richten…

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