Tag Archives: queer.de

Rosarote (Alb)Traumwelten

9 Feb

Am Dienstag wird es in der Talk-Sendung „Menschen bei Maischberger“ um Homosexualität gehen. Das Internetportal queer.de übt bereits jetzt Kritik:

Der Waldschlösschen-Appell gegen unwidersprochene Homophobie in den Medien ist beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen offensichtlich noch immer nicht angekommen. Ausgehend vom einem Treffen von Journalistinnen und Journalisten im queeren Tagungshaus bei Göttingen waren Deutschlands Redaktionen im vergangenen Juni aufgefordert worden, ebenso wie bei Rassismus endlich auch bei Homophobie eine rote Linie zu ziehen: Diskriminierende Äußerungen sollen klar benannt und den Personen dahinter keine Plattform geboten werden. Gerade in Talkshows sollen sich Schwule und Lesben nicht mehr für ihre sexuelle Orientierung rechtfertigen müssen.

Kurz gesagt: Der Waldschlösschen-Appell ist Unsinn. Strategisch unklug, konzeptionell unausgegoren, inhaltlich fragwürdig. Warum sollten „diskriminierenden Äußerungen“ keine Plattform gegeben werden? Und was sind „diskriminierende Äußerungen“ überhaupt? Weiterlesen

Die Bibel ist kein Handbuch

15 Jul

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sucht erneut die Nähe zu evangelikalen Befürwortern einer Homo-„Heilung“.

titelte queer.de im April und kündigte an, Merkel werde

am 12. Juli das Christliche Gästezentrum „Forum Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd besuchen

und dort

das Landesjugendtreffen des „pietistischen Evangelischen Gemeinschaftsverbandes ‚die Apis'“

eröffnen. Dessen Vorsitzender, Steffen Kern, hatte vor einigen Jahren in einem Verbandsmagazin beklagt

 dass „homosexuelle Lebensformen massiv gefördert werden“.

Der bekennende Fan von Konversionstherapien ist bspw. der Ansicht, dass CSD-Paraden

gelegentlich nicht nur die Grenzen der Geschmacklosigkeit, sondern auch des Jugendschutzes überschreiten. Weiterlesen

Märtyrer des Kapitalismus

2 Jun

Die Konzentration auf dem Markt der Gay-Printmedien schreitet weiter voran.

berichtet der schwule Arbeiterkampf auf der Suche nach dem Klassenbündnis mit dem Kleinunternehmertum: Weiterlesen

Schritt für Schritt

29 Mai

Gut, dass Gleichstellung Homosexueller in D anders als in USA, Spanien+Frankreich ohne gesellschaftl Brüche gelingt.

twitterte der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn am Montag. Was der gute Mann damit sagen wollte? Weiterlesen

Heilig’s Blechle

26 Mai

Was macht eine homophobe Beleidigung auf der Straße, die im Maneo-Bericht auftaucht, für einen Unterschied zu einigem, was man sich in letzter Zeit via Fernsehen von Unionspolitikern anhören musste?

Was macht es wohl für einen Unterschied, ob ich auf der Straße angepöbelt werde und damit rechnen muss, im nächsten Moment verprügelt oder totgeschlagen zu werden oder ob ich vor dem Fernseher sitze, den ich jederzeit ausschalten kann? Mal überlegen…

Outing: Mist

18 Jul

Schwule – oder die, die man dafür hält – gegen ihren Willen zu outen, wie es der Berufsschwule Kraushaar am 10.7. oder Jan Feddersen wenige Tage später in der taz mit dem Bundesumweltminister getan haben, gilt unter Linken deshalb als voll ok, weil Schwule kein Recht auf Privatsphäre haben. So z. B. Micha Schulze auf queer.de: Weiterlesen

Lesben für Lukaschenko

1 Mrz

Meine durchaus nicht unbedingt als Lob verwendete Bezeichnung des Internetportals queer.de als „schwule BILD-Zeitung“ hat eine erneute Berechtigung erfahren, denn wie die BILD gräbt auch queer.de Geschichten aus, die sonst keiner ans Tageslicht zu bringen, imstande ist. Da wäre z. B. die Sache, die sich zwischen dem weißrussischen Präsidenten Lukaschenko und Außenminister Guido Westerwelle abgespielt hat: Weiterlesen

Alles halb so schlimm

17 Feb

Auf queer.de fragt sich Dennis Klein, welchen Einfluss die fundamentalistische Muslimbruderschaft auf die bereits ohnehin prekäre Situation von Schwulen und Lesben haben wird, und kommt zu einem relativ nüchternen Ergebnis, denn schlimmer könne es eigentlich gar nicht mehr kommen: Weiterlesen

Schwule und Moslems – Hand in Hand ins Paradies

5 Feb

Der Lesben und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), der sich seit jeher Ausgrenzung und Diskriminierung auf die Fahnen geschrieben hat – was man schon alleine daran erkennt, dass er sich immer noch nicht Lesb_innen, Schwul_innen, Bisexuell_innen, Intersexuell_innen und Transidentität_innen-Verband in Deutschland (LSBITD) nennt – hat erneut ins Fettnäpfchen linker Nörgler getreten, ruft er doch für die rege Teilnahme einer Umfrage der Universität Kiel auf, die Norbert Blecht von der schwulen BILD-Zeitung „queer.de“, bereits als fundamental rassistisch entlarvt hat. Warum? Nun diese Umfrage, dies sich zum Ziel gesetzt hat „die Lebenswirklichkeit und die Diskriminierungserfahrungen von Lesben, Schwulen und Trans-Personen zu untersuchen“ (Zitat LSVD) wagt es doch tatsächlich auch Moslems mit einzubeziehen und zu suggerieren, auch diese könnten homophob sein.

Das geht natürlich gar nicht, denn wie wir alle wissen, sind Moslems im Allgemeinen und der Islam im Besonderen voll cool, hipp und geil, die beste Religion der Welt und über jeden Verdacht erhaben. Homophobe Moslems gibt es schlicht nicht, und etwas anderes zu behaupten ist neoliberal, rassistisch und zionistisch – mindestens.

Norbert Blech schreibt auf queer.de daher folgerichtig: Weiterlesen

Wie Ludigs loszog, den Liberalismus gegen den LUSK zu verteidigen

11 Dez

Anmerkung: Man beachte auch diese Stellungnahme des LUSK.

Am Montag dieser Woche hielt die Philosophie-Professorin Edith Düsing an der Universität Köln einen Vortrag über Friedrich Schiller. Dieser Vortrag wurde begleitet von einem Kiss-In vorrangig schwuler und lesbischer Studenten. Nun kann man sich fragen, was Studenten gegen Friedrich Schiller haben (außer dass dieser viel zu liberal war und viel zu wenig Klassenbewusstsein hatte), doch ging es um Schiller nur am Rande. Ziel der Demonstrierenden war es vielmehr, die Vortragende Edith Düsing in eine peinliche Situation zu bringen, da diese zum Dunstkreis jener gehört, die sich angesichts der Proteste gegen den „Homo-Heiler-Kongress“ in Marburg diesen Jahres, „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ eingesetzt hatte.

Und so kam es, als Reaktion auf den Vortrag Düsings, einerseits zum erwähnten Kiss-In, andererseits zur Forderung des „Autonomen Lesben- und Schwulenreferats an der Uni Köln (LUSK)“, den Auftritt Düsings zu verbieten.

Eine Provinzposse, nicht weiter der Rede wert,  könnte man meinen, wäre da nicht der Beitrag, von TIMM-Nachrichtensprecher Dirk Ludigs den „queer.de“ veröffentlicht hat, und in dem er den Demonstrierenden vorwirft, ein undemokratisches Verhalten an den Tag zu legen. Ludigs beginnt seine Kritik an den Protestierenden durchaus markig: Weiterlesen

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