Tag Archives: Reggae

Der weiße Mann und wir – Ein Gentleman bittet um Nachsicht

9 Apr

Der Reggaesänger Gentleman ist wütend. Zumindest ein bisschen. Wegen der Homos? Na ja, nicht ganz. Wegen der Homophobie im Reggae? Nein, auch nicht so recht. Auf jeden Fall ist er wütend. Warum? Hmmm, schwierig. Auf jeden Fall geht es um Jamaika, Reggae und Schwulenhass:

Die Debatte ist meiner Meinung nach aus dem Ruder gelaufen. Sie hat ein Level erreicht, wo Anschläge mit Buttersäure verübt werden. Oder wo ein Volker Beck durchsetzt, dass bestimmte Künstler kein Einreisevisum mehr bekommen. Es geht dabei nicht nur um Sizzla – da wird ein ganzes Genre kriminalisiert. Ich glaube, die Musik hat davon schon jetzt einen unfassbaren Schaden abbekommen. Da steht eine riesige Lobby gegen eine kleine Szene. Und das macht mich wütend.

Es ist also der Mitleidseffekt gegenüber kleinen Minderheiten – in diesem Fall der Reggae-Szene – die in Gentleman die Vaterinstinkte wecken und das Gefühl der Solidarität gegenüber den Sangeskollegen, auch wenn man sich nicht mit allem einverstanden zeigt, was diese tun. Aber eines muss man mal sagen, das ein ganzes Genre kriminalisiert wird, das geht nun wirklich nicht, was die Homos sich hier erlauben, das geht nun wirklich zu weit: Buttersäure und Einreiseverbote, und dann nimmt auch noch die Musik Schaden. Die Homos treiben es nun wirklich zu weit mit ihren Protesten!

Doch halt! Weiterlesen

Yeah Yeah Yeah! Racist Fags Must Die!

7 Mai

Mal wieder wollte irgendso ein komischer homophober Reggae-Sänger die Welt mit seinen dummdreist menschenverachtenden Songs beglücken. Doch glücklicherweise ging das daneben:

Das umstrittene Dancehall-Reggae-Konzert ist geplatzt: Der jamaikanische Sänger Mavedo konnte keine Bestätigung vorlegen, dass er den «Reggae-Compassionate-Act» gegen Homosexuellen-Feindlichkeit unterzeichnet hat. «Uns war die Homo-Problematik nicht bekannt, wir waren zu naiv», gibt Dani Hilfiker, Leiter des Dynamo, unumwunden zu.

Die Absage des Konzerts bringt natürlich Kritik auf den Plan. Und einer tut sich dabei besonders hervor: Weiterlesen

Der nette Schwule von nebenan

9 Apr

Es ist nicht immer leicht den Unsinn, den die Homo-Gegner so verzapfen, zu kommentieren ohne ausfallend zu werden. Das Schreiben bietet allerdings Gelegenheit, die Wut, die man zuweilen empfindet und die Worte, die man angesichts dessen äußern will, zu dämpfen oder rhetorisch mehr oder weniger elegant zu umschiffen. Ich erinnere mich daran, dass ich einmal einen guten Freund und Leser unseres Blogs fragte, ob ich nicht zu aggressiv schreibe. Die Antwort war ein herzhaftes Lachen, das mir noch heute in den Ohren klingt. Weiterlesen

„Es gibt keinen Hass“

11 Nov

Dass Reggae-Sänger Capelton nicht gerade der hellste Kopf ist, habe ich mir ja schon gedacht. Dass er aber so dumm ist, nein, damit konnte man nun wirklich nicht rechnen.

Celebrate Hate

5 Nov

Capelton? Oh man, was ist das denn schon wieder für eine Nappsülze? Ach ja, natürlich, ein Reggae-Sänger aus dem beschaulich homophilen Jamaika:

Der Reggae-Sänger Capelton hetzt weiter gegen Schwule und darf deshalb nicht wie geplant am Donnerstag im schweizerischen Basel auftreten.

Der Veranstalter, die Kaserne Basel, sagte das Konzert am Dienstag ab. Grund sei ein Video gewesen, das auf der Videoplattform „You Tube“ veröffentlicht worden sei und in dem Capleton gegen Schwule hetzt.

Doch Capelton ist ja nicht halb so dumm wie seine Kollegen aus der Branche und weiß deshalb, wie man sich rechtfertigt:

In Interviews hat das Mitglied der christlichen Rastafari-Bewegung stets beteuert, dass seine Lieder keine Aufrufe zur Gewalt gewesen sondern metaphorisch gemeint seien. Das Feuer, in dem Schwule brennen sollten, sei vielmehr ein Symbol für die „reinigende Kraft Gottes“, führte er an. Rastafaris lehnen Homosexualität wegen der angeblich ablehnenden Haltung der Bibel ab.

Klar doch Capelton. Und nachts ist es kälter als draußen. Wir haben schon verstanden.

Diskriminierung mit dem Maschinengewehr

12 Sep

Die meisten der für Oktober in Deutschland geplanten Konzerte von Elephant Man wurden abgesagt. Begründung: Es fehle an einer konstruktiven Lösung.

Beide Seiten haben es nicht verstanden die Differenzierung zwischen Diskriminierung und persönlichen Abneigungen zufriedenstellend zu klären.

Wieso stellen sich die Schwulen auch so begriffsstutzig an? Nur weil da ein „Künstler“ dazu aufruft, sie mit dem Maschinengewehr zu töten? Die Veranstalter jedenfalls sind ganz traurig über die vielen Gefühle, die die Schwulen angesichts dieser Tötungsphantasien entwickeln:

Wir bedauern es sehr, dass wir keine Einigung finden können und halten es in dieser aufgeladenen und emotionalen Atmosphäre, zum jetzigen Zeitpunkt für vernünftig, das Konzert von Elephant Man in Stuttgart 08.10.08 abzusagen.

Sie tun einem fast leid, die Helden des antikolonialistischen Kampfes gegen Imperialismus und Dekadenz im Jahre 2008.

Antirassistische Kundgebung ohne Teilnehmer: Typisch USA

7 Sep

So stellt sich der Deutsche seinen Ami vor kennt man ihn, den Ami: Rassistisch, unpolitisch oder – je nach Herkunft der eigenen Vorurteile – von den Schwulen beherrscht. Dabei hätte alles so schön werden können, letzten Sonntag in New York. Doch die angekündigte „Straight Pride“ fiel mangels Teilnehmern aus. Straight Pride?

Das Reggae-Labe TCOOO wollte mit der Veranstaltung „Heterosexuellen die Chance geben, zusammen zu kommen und ihren Stolz auf ihre Sexualität auszudrücken, indem sie Reggae-Musik und die Familie in Liebe und Eintracht feiert.“ Besonders wurde kritisiert, dass Lieder, in denen zur Gewalt gegen Schwule aufgerufen wird, verboten werden würden.

Sie wissen schon: Heterosexualität ist Antirassismus. Die Schwulen lassen diese Lieder ausschließlich deshalb verbieten, weil sie von Schwarzen gesungen werden:

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Homos schlagen Beenie Man

21 Aug

Beenie Man, seines Zeichens irgend so ein gewöhnlicher Reggae-Sänger mit Hang zur Homophobie, durfte nicht im Hamburger Kulturzentrum „Knust“ auftreten. Die Homolobby hat sich schließlich doch als zu mächtig erwiesen. Nicht mal die von Beenie Man unterschriebene Erklärung, auf Hassaufrufe zu verzichten, war den Schwulis gut genug. Die Chefs von „Knust“ bekamen jedenfalls richtig Schiss:

Gegen den Auftritt hatten die „uns nahe stehenden Fanverbänden des FC St. Pauli“ protestiert, erklärte das Knust-Veranstaltungszentrum nun auf seiner Website. Die Diskussion habe „in den letzten 24 Stunden eine für uns gefährliche Eigendynamik entwickelt“

Doch die Gefahr konnte zum Glück gebannt werden, Beenie Man ist in Sicherheit und Hamburg bleibt vor tobenden Homo-Horden geschützt. Und mal ehrlich: Ohne Songs mit gewalttätigem Inhalt wäre der Auftritt von Beenie Man auch so in die Hose gegangen.

Parade für Mama

10 Jul

Na endlich, möchte man ausrufen angesichts der vom Reggae-Label TCOOO lancierten Straight-Pride-Parade, die demnächst in New York stattfinden soll. Endlich stehen die Heteros auf, um gegen die ihnen feindlich gesinnte Gesellschaft zu demonstrieren und um klar zu machen, dass auch sie Menschen sind, denen das Recht zusteht, zu heiraten, Kinder großzuziehen und ohne Gefahr für Leib und Leben ihrer Liebe zu frönen. Die Unterdrückung der Heterosexualität im Weltmaßstab hat in den letzten Jahren ja auch kaum mehr erträgliche Züge angenommen und wer, wenn nicht nicht Reggae-Musiker, wäre besser dafür bestimmt, auf dieses schreiende Unrecht aufmerksam zu machen?

Ganz vorne dabei bei dieser bizarren Veranstaltung ist ein gewisser Jango Fresh: Weiterlesen

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