Tag Archives: Römisch-katholische Kirche

Benedikt der Böse

23 Sep

Gibt es eigentlich irgendeinen Grund, die Ansichten des Papstes zu respektieren? Oder ihn für einen große intellektuelle Persönlichkeit zu halten? Oder gar für eine moralische Instanz? Nun wirklich nicht:

In einer Ansprache vor französischen Bischöfen hat Benedikt XVI. die Gleichstellungspläne der sozialistischen Regierung von Präsident François Hollande scharf verurteilt. „Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben als solches zurück“, warnte der Papst am Freitag bei dem Treffen in Castelgandolfo.

„Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben“, führte das Oberhaupt der Katholischen Kirche in seiner Ansprache aus. „Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch“, sagte der Papst. Es gehe um die Förderung jener Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. „Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen“, rief der 85-Jährige die französischen Bischöfe zu noch mehr Widerstand gegen die Regierungspläne auf.

Und so weiter und so fort, ein endloser Sermon voller Menschenverachtung. Weiterlesen

Katholisch, kinderfeindlich, kurios

19 Jun

Das Bayerische Verwaltungsgericht Augsburg hat heute entschieden, dass auch in einer katholischen Pfarrkirchenstiftung eine Lebenspartnerschaft kein Grund für die Kündigung während der Elternzeit ist.

Ein wenig irre klingt das ja schon: Weiterlesen

Schwule Schützen schützen?

26 Mrz

Die Posse um die Ablehnung eines schwulen Schützenpaares durch die katholischen Leverkusener Historische Schützenbruderschaften, kann ich so recht nicht nachvollziehen, weil sich die Sachlage für mich eigentlich recht einfach darstellt: Weiterlesen

Das Wesentliche der Botschaft ist, dass die Realität nicht so wichtig ist, wie der Glaube an die Botschaft selbst

21 Sep

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zeigt sich in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ leicht überfordert:

Die Proteste am Rande des Papst-Besuchs richten sich vor allem gegen die Sexualmoral der katholischen Kirche. Haben Sie Verständnis dafür, dass sich etwa Homosexuelle diskriminiert fühlen?

Dass man die Heterosexualität als den Normalfall und den von der Natur und Gott vorgesehenen Fall ansieht, ist eine feste Überzeugung der Kirche. Darüber kann man auch anderer Meinung sein, aber man muss sich deshalb nicht diskriminiert fühlen.

Schon alleine diese Antwort hat mehrere Schwachstellen. Erstens behauptet nämlich selbst der Papst, dass die Homosexualität ein von Gott vorgesehener „Fall“ ist, man dürfe sie eben bloß nicht ausleben. Und zweitens richtet sich der Unmut eben gegen eine katholische Sexualmoral, die sämtliche Ausdrucksformen der Sexualität herabwertet, wenn sie nicht im Rahmen der Ehe stattfinden. Weiterlesen

Katholische Sklaverei

21 Sep

Papstbesuche waren schon immer umstritten, erkennbar an folgendem, historischen Zitat, das sich  nicht einen Deut um Respekt oder Mäßigung schert:

„Er ist hier um den besten Weg zu finden, uns italienische Fesseln anzulegen, die uns als Sklaven an den Thron der grimmigsten Tyrannei ketten sollen, die es auf Erden gibt.“

Von wem und von wann stammt wohl dieser Aufschrei der Empörung? Wer es herausbekommt, darf mit mir morgen zum Demonstrieren gehen.

Bereit zu demonstrieren

15 Sep

Noch eine Woche, dann landet das Oberhaupt der Katholischen Kirche in Berlin. Viel Protest wird ihm entgegenschlagen in einer Stadt, die weitgehend gottlos, evangelisch, links, grün und schwul ist. Und ich freue mich, ein kleiner Teil der Protestierenden sein zu dürfen. Es wird nach langer Zeit wieder eine Demo sein, die ich besuchen werde, weil ich mir ein Spektakel ohnegleichen verspreche. Immerhin werden sogar Wagennummern für den Protestzug verlost und eine Kundgebung wird es auch geben – und vermutlich wird man auch zum Flirten kommen.

Doch warum überhaupt die ganze Aufregung? Noch mal zur Erinnerung: Weiterlesen

Sex auf dem Weltjugendtag?

19 Aug

Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, gibt sich angesichts der jugendlichen Massen auf dem Weltjugendtag in Madrid der Hoffnung hin, dass der in

den Medien verbreiteten Eindruck, die Jugendlichen könnten in vielen Fragen wie dem Gebrauch von Kondomen oder der Einstellung zur Homosexualität die moralischen Wertevorstellungen des Papstes nicht teilen

falsch ist, dass also viele Jugendliche tatsächlich gegen Homosexualität und gegen den Gebrauch von Kondomen sind. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kardinal sich irrt, denn sollte er Recht behalten, gehen wir tatsächlich finsteren Zeiten entgegen. Weiterlesen

Noch ein Grund mehr, gegen den Papst zu sein

18 Aug

Der Papst ist nicht nur voll der Experte auf dem Gebiet der moralischen Unfehlbarkeit sowie für das Liebes- und Sexualleben von Menschen, sondern seit neuesten auch ein anerkannter Wirtschaftsfachmann:

„Die Wirtschaft kann nicht als selbstregulierte Wirtschaft funktionieren“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor mitreisenden Journalisten. Der Mensch und nicht der Profit müsse im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen. Die aktuelle Krise zeige, dass sich die Wirtschaft nicht an einem Maximum an Profit messen lassen dürfe, sondern auf den Schutz der Arbeit für alle Menschen ausgerichtet werden müsse.

Wer hätte gedacht, dass Gottes selbsternannter Stellvertreter auf Erden, auch nur ein Sozi ist?

Emanzipationsverwaltung

4 Aug

Nachdem ich vor zwei Tagen den Vorgang um das schwule Schützenpaar in Münster eher humorvoll abgehandelt habe – übrigens keineswegs in despektierlicher Absicht gegenüber den Betroffenen, sondern den ebensolchen Stil des SPON-Artikels aufgreifend -, hat sich gestern der LSVD mit einer Presseerklärung zu Wort gemeldet. Darin kritisiert der Verein den Versuch

die Zivilgesellschaft dem Primat der Religion unterzuordnen.

Das ist dann auch die vernünftigste Kritik, die man an dem Vorfall üben kann. Weiterlesen

Wie dem Schützenkönig seine Gabi ihm mal voll nett dazu verholfen hat, zu seinem Olli zu stehen

2 Aug

Nicht nur in Dormagen gibt es schwule Schützen, auch im katholischen Münster gibt es sie. Und ausgerechnet hier ist einer von ihnen jetzt Schützenkönig geworden. Dirk Winter heißt der Mann und bei SPON weiß man, was das Volk davon hält:

Es kümmert sie nicht, erstens weil es egal ist und zweitens weil der Winter das ist, was man im Volksmund einen „Super-Typen“ nennt.

Da hat der Winter ja Glück gehabt, dass er so ein „Super-Typ“ ist. Wer weiß, was man sonst von ihm gehalten hätte. Zumal SPON über die

130 Mitglieder

des Schützenvereins St. Wilhelmi,

30 davon Jungschützen

zu berichten weiß: Weiterlesen

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