Tag Archives: Schwule Bürgerlichkeit

Schrill, schriller, Dobrindt

12 Mrz

Alexander Dobrindt hat in der Welt am Sonntag deutlich gemacht, was wir von ihm im Wahlkampf 2013 noch zu erwarten haben:

Die Union als Volkspartei hat die Aufgabe, der stillen Mehrheit eine Stimme zu geben gegen eine schrille Minderheit.

Diese stille Mehrheit habe, so Dobrindt,

ein bürgerlich-konservatives Weltbild.

Die schrille Minderheit, die Dobrindt ausgerechnet in 30.000 gleichgeschlechtliche(n) Partnerschaften ausmacht, allerdings irgendwie auch, weshalb die Welt am Sonntag nachhakt: Weiterlesen

Weniger müssen müssen

25 Okt

„Nein fürs Leben“ – Unter diesem grammatikalisch leicht verunglückten Titel findet sich in „Christ und Welt“, ehemals christlich-konservative Wochenzeitung, die mittlerweile der ZEIT beiliegt, ein kurioser Artikel zum Thema „Homo-Ehe“.

Lasse will nicht von Familienministerin Schröder beglückt werden.

weshalb er vermeldet:

Es sollten eben nicht alle müssen, was Kristina Schröder will.

Dass es Schröder darum geht, Benachteiligungen von Homosexuellen gegenüber Heterosexuellen abzubauen und nicht darum, dass alle Menschen heiraten, wird in dem Text nicht deutlich. Tatsächlich scheinen Menschen der Ansicht zu sein, dass es sinnvoll ist, Benachteiligungen für ihresgleichen aufrechtzuerhalten: Weiterlesen

Normal, na und?

23 Nov

Neue Studien zum Thema „Homosexuelle Männer in der frühen Bundesrepublik“ verspricht der Band „Ohnmacht und Aufbegehren“. Enthalten ist ein Einblick in die „Homophilenbewegung“ der 1950er Jahre, die vor den späteren studentisch geprägten Aktivisten keine Gnade fand:

Die Studenten nahmen jene bürgerlichen Intellektuellen, die Humanitätsappelle an Regierung und Öffentlichkeit richteten und kaum selbst zu sagen wagten, dass sie in eigener Sache sprachen, kaum ernst. (…) Sie machten ihr „Schwulsein“ öffentlich und zum Programm.

Spannend finde ich, dass Praunheims 1971 geäußerte Kritik an der schwulen Subkultur zuvor längst von Vertretern der „Homophilenbewegung“ formuliert worden war, die sich ebenso an Promiskuität und Anonymität der Szene gestört hatten. Bemerkenswert auch der Verweis auf

nationalstaatliche Besonderheiten. Die Homosexuellenpolitik der frühen Bundesrepublik übertrifft mit ihrer forcierten staatlichen Unterdrückung und Verfolgung von Homosexuellen bei weitem ihre europäisch-nordatlantischen Bündnispartner und Nachbarn. In keinem anderen Land war die staatliche Verfolgung homosexueller Männer durch Polizei und Justiz so intensiv, waren die Verurteilungszahlen so hoch wie in der Bundesrepublik.

Warum das so war? Weiterlesen

Privates Glück

13 Jun

Hannes Stein in der Welt über tote Ratten, Kleinbürger auf Long Island und was wohl Lenin zu ihnen sagen würde: Alles Anarchisten

Bürgerliche Schwule lesen Chomsky

11 Okt

Die „Verbürgerlichung“ der Schwulenbewegung. Spätestens mit Guido Westerwelle, ist diese unübersehbar. Das zumindest ist das Resümee der NZZ, die sich in einem längeren Artikel mit den Schwulen beschäftigt, für die es auch ein Leben jenseits des CSD gibt. Nun gut, möchte man meinen, sind das nicht alle? Ist der CSD nicht eh nur einmal im Jahr? Und was heißt in unserer postmodernen Welt überhaupt noch „bürgerlich“?

Vielleicht gibt uns die NZZ Antworten:

Wie man es dreht und wendet, am Nadelstreifenanzug dieses Mannes klebt nicht das winzigste Boafederchen eines Tunten-Klischees. Weiterlesen

Dem Geheimnis des Jahrhunderterfolgs der FDP…

29 Sep

…ist die BILD auf der Spur

Herzlichen Glückwunsch, Deutschland!

28 Sep

Gib uns Tiernamen, Detlev!

27 Feb

Wenn Linke ihren Schwulenhass politisch korrekt formulieren, benutzen sie als Alibi gerne ihren Hass auf alles Bürgerliche. Was böte sich da besser an als der aktuelle Streit um die Kölner CSD-Charta? An der Hatz auf die schwulen Spießer beteiligt sich jetzt auch die Neue Rheinische Zeitung. Unter dem vielsagenden Titel „Schwule Anstandswauwaus“ – wenn man Schwule schon nicht mehr als die Säue bezeichnen kann, für die man sie hält, dann wenigstens als Hunde – dekliniert ein Hans Detlev v. Kirchbach dort durch, wofür Schwule in den Augen von Linken seiner Provenienz auf der Welt sind. Dabei gerät ihm jedoch einiges durcheinander und so erklärt er das hier zum Anliegen des KLuST: Weiterlesen

Eitler Nazi-Homo mit SM-Appeal

15 Dez

Stephan Weiler, derzeitiger „Mister Schweiz“, scheint es nicht leicht zu haben. So wurde ihm das Tragen eines Nazi-Emblems vorgeworfen, seine Eitelkeit und eine Zahnkorrektur, eine angeblich ausgestopfte Unterhose, doch das war alles nichts gegen das:

Auf dem Höhepunkt dieser Welle wurde Weiler wegen eines Bildes in einem Schwulenmagazin Homosexualität angedichtet – ein Gerücht, das sich hartnäckig hält: Als sich Weiler vor kurzem von seiner Freundin Jasmin Braunwalder trennte, schrieb «News»: «Mister Schweiz Stephan Weiler wieder Single – ist er doch schwul?»

In der Berner Zeitung ist man einfühlsam und fragt daher: Weiterlesen

Geschmack oder Weltanschauung – Man hat die Wahl

1 Dez

Jacques Schuster macht in der Literarischen Welt Lust auf das neue Buch von Lothar Gall „Portrait einer Epoche“:

Heutzutage gibt es nicht mehr viele Herren. Irgendwann seit den späten Sechzigerjahren haben sich ihre Reihen gelichtet. Das mag nicht nur an der Studentenbewegung liegen, sondern es ist auch eine Frage der Generation. Offenbar ist die Anlage zum Grandseigneur, zum weltmännischen Auftreten (auch das ein fast ausgestorbenes Wort!) zumindest in Deutschland ab den Geburtsjahren 1940 selten geworden. Wer heute noch auf Herren trifft, der sieht sie gemessenen Schrittes dem Greisenalter entgegen gehen.

Was sind Herren, mag nun der eine oder andere Leser fragen und bringt den Autor in Verlegenheit. Weiterlesen

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