Tag Archives: Schwule im Militär

Do ask, do tell

23 Jul

Es ist vollbracht: „Don’t ask, Don’t tell“ ist nun endgültig Vergangenheit:

Schwule und Lesben dürfen in den USA nun ganz offiziell Mitglied der Armee sein; und sie dürfen auch offen zu ihrer Neigung stehen.

US-Präsident Obama hat das Gesetz, wonach Homosexuellen der Militärdienst verboten wurde, nun auch formell aufgehoben und damit ein Wahlversprechen eingelöst.

Als altgedientem Infanteristen der Bundeswehr freut mich das natürlich ganz besonders. Was waren das noch für Zeiten, als man mit hübschen jungen Kerlen im Zelt schlafen, im Schützengraben liegen und gemeinsam unter die Dusche durfte. Man mag mich archaisch und militaristisch nennen, aber nichts hat meine Männlichkeit so kultiviert wie der Dienst in den mecklenburgischen Wäldern; nichts hat mein Selbstbewusstsein so gehoben, wie der Dienst an der Waffe. 

Sicher: Krieg ist ein schmutziges Geschäft, aber ein Fazit bleibt – bei aller Friedensliebe – dennoch: Soldaten sind einfach zu scharf, um das Militär vollends abzuschaffen.

Sir, Yes, Sir!

19 Dez

Nun haben es die Amis also doch noch geschafft. Nach jahrelangem Hickhack ist der Schwulenbann im US-Militär endlich Geschichte.

Wenn keiner mit mir duschen will…

12 Jul

Kaum zu glauben, dass diese Worte von mir zu vernehmen sind, aber das amerikanische Militär scheint doch wirklich zu den merkwürdigsten Armeen der westlichen Welt zu gehören. Natürlich geht es, wieder mal, um die immer noch gültige „Don’t Ask, Don’t Tell“-Regelung. Diese soll zwar irgendwann aufgehoben werden, aber bevor es soweit ist, hat sich Verteidigungsminister Robert Gates entschlossen, doch erst einmal die Soldaten zu fragen, was sie denn so von Homos halten. Und das ganze klingt dann so:

Fühlen Sie sich bei dem Gedanken wohl, die Gemeinschaftsduschen mit Homosexuellen zu teilen? Oder ein Feldzelt, wenn Sie in den Krieg geschickt werden?

Die einzige richtige Antwort darauf kann eigentlich nur lauten: Weiterlesen

Ja zur „linken Agenda“!

26 Mai

Nachdem er Abermilliarden nicht vorhandende Dollar in einen von Abermilliarden nicht vorhandender Dollar überschwemmten Markt geblasen hat, schickt sich US-Präsident Obama an, endlich mal etwas Sinnvolles zu tun. Die „Don’t ask, Don’t tell“-Regelung des amerikanischen Militärs soll fallen:

Homosexuelle Soldaten sollen in den USA künftig offen und ohne jede Benachteiligung in den Streitkräften dienen können. Eine entsprechende Gesetzesreform will die Regierung von Präsident Barack Obama auf Dringen führender Demokraten noch im Laufe dieser Woche in beiden Kammern des US-Kongresses durchsetzen. […]

Konservative Republikaner kündigten, sie wollten ‚gegen diese linke Agenda energischen Widerstand‘ leisten.

Schon lustig. Schwulen und Lesben den Dienst im „militärisch-industriellen Komplex“ zu ermöglichen, gilt mittlerweile als links.  So ändern sich die Zeiten…

Der schwule Beitrag zum Massenmord

20 Mrz

Es wird immer besser: Nachdem Schwule schon entlarvt wurden, für den Verfall der Familie und des Christentums verantwortlich zu sein, wurden sie nun angeklagt, das Massaker von Srebrenica, mitverschuldet zu haben. Warum? Weiterlesen

Der Schwule im Spind

3 Feb

So langsam kommt wieder Bewegung in den Plan, den amerikanischen Militärbann für Homos abzuschaffen. Aber bevor man so weit ist, gibt es noch ungemein schwerwiegende Probleme zu lösen:

Die Arbeitsgruppen sollen insbesondere prüfen, wie schwule Soldaten am besten integriert und Störungen im Militärdienst vermieden werden können. So muss beispielsweise geklärt werden, ob Heterosexuelle gezwungen werden können, sich eine Unterkunft mit Homosexuellen zu teilen.

Und wer fragt die Schwulen, ob sie mit Heten zusammen auf ein Zimmer wollen?

Der Friedensfürst in neuer Mission

12 Okt

Barack Obama, frisch gebackener Träger des Friedensnobelpreises, hat einen neuen Plan. So verspricht er – mal wieder – sich endlich um die Abschaffung des Homo-Bannes in den US-Streitkräften zu kümmern; wann genau weiß er nicht, irgendwann aber ganz sicher. Es ist nicht genau bekannt, was ihn bislang aufgehalten hat und was ihn in Zukunft aufhalten wird, das Vorhaben umzusetzen – immerhin ist er Präsident und seine Partei hat in beiden Häusern des Kongresses die Mehrheit -, aber dennoch muss man sagen, dass Obama echt voll der Coolste ist und man ihm dafür einen Preis geben sollte.

Westerwelle und die Wehrpflicht

26 Jul

Dass die Wehrpflicht ein antiquiertes Konstrukt aus einer Zeit ist, in der der Staat es für nötig hielt Männer zu Männern zu „formen“, bzw. alles getan werden musste, damit die Sowjetunion nicht in Tübingen einfällt, ist bekannt. Ungerecht ist sie sowieso. Aus (mindestens) zweierlei Gründen. Den ersten benennt Guido Westerwelle ziemlich klar:

Derzeit würden nur rund 15 Prozent der Männer eines Jahrgangs eingezogen, während viele andere an ihren Karrieren arbeiten könnten, betonte Westerwelle. Da sei es ein Akt der Gerechtigkeit, auf eine Freiwilligenarmee umzustellen.

Der zweite Grund wird wohlweislich nicht genannt, bzw. ist Westerwelle, wie so vielen anderen auch, gar nicht bewusst: Es wurde und wird seit jeher keine einzige Frau eingezogen, was Männer de facto diskriminiert und Frauen privilegiert. Da eine solche Diskriminierung aber dummerweise das falsche Geschlecht trifft, interessiert sie folgerichtig auch niemanden.

Westerwelle verriet, dass er selbst von der Bundeswehr einst wegen seiner Homosexualität nicht genommen worden sei. „1979 wurden gleichgeschlechtlich orientierte Männer ausgemustert. So war das damals“, sagt der FDP-Politiker, der sich im Juli 2004 anlässlich der Feier von Angela Merkels 50. Geburtstag erstmals öffentlich mit seinem Lebenspartner zeigte.

Zu meiner Zeit war das nicht mehr möglich. Allerdings wollte  ich u. a. auch wegen meiner Homosexualität in die Bundeswehr. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden; nun, das konnte ja keiner ahnen.

Update (26.07.09): Glatt vergessen. Natürlich ist der entscheidende Punkt für die Ungerechtigkeit der Wehrpflicht, die Institution an sich. Eine derartiger Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, gehört sich einfach nicht.

Scharfe Schützen

20 Jul

Es ist wirklich unfassbar! Wieso gab es so was während meiner Armeezeit nicht?

Ein Video, auf dem sich zwei uniformierte Soldaten einen blasen, sorgt für Aufregung in Taiwan.

Ein regionaler Kabel-TV-Sender hatte das Video ausgestrahlt. Darin waren zwei Männer in Militäruniform beim Oralsex zu sehen, während rund 40 andere Soldaten um sie herumstanden und sich amüsierten. Alles deutet darauf hin, dass das Video echt sowie während der Dienstzeit entstanden ist.

Skandal, Skandal! Soldaten, die ihre Schusswaffen für friedliche Zwecke missbrauchen. Darf man das? Nein, finden nicht wenige taiwanesische Politiker:

„Es ist nicht tolerierbar, dass sich die militärische Disziplin soweit verschlechtern konnte, schimpfte der Abgeordnete Yeh Yi-jin. „Das Budget des Verteidigungsministeriums ist keinen einzigen Cent wert.“

Au contraire, Monsieur Yi-jin. Nichts bringt eine Armee mehr auf Toren als ein wenig entspannter Sex. An den Soldaten in Taiwan sollten sich unsere Jungs bei der Bundeswehr mal ein Beispiel nehmen.

Dismissed! – Mal wieder

15 Mai

Während Obama und seine Parteigenossen ruhig schlafen, hat es mal wieder einen schwulen Soldaten erwischt. Lieutenant Dan Choi wurde aus den Streitkräften entlassen, weil er nicht auf Busen steht:

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