Tag Archives: Schwule sind psychisch krank

Doktor Slotas Medizin

2 Mai

Dass Nationalisten einen an der Klatsche haben, ist eine Binsenweisheit, die Tag für Tag aufs Neue bestätigt wird. Jan Slota, Chef der slowakischen Nationalpartei bildet da keine Ausnahme. Wie so oft bildet Homosexualität den Grund für absolut idiotische Aussagen, wobei Slota noch ein wenig blöder daherkommt als andere Kollegen seines Schlages: Weiterlesen

Die Freiheit zu lieben

11 Sep

Der britischer Premierminister Gordon Brown ist dem Aufruf einer Initiative gefolgt, und hat sich im Namen des britischen Staates posthum beim Mathematiker Alan Turing entschuldigt, jenem Mann also, der einen entscheidenden Beitrag zum Sieg seines Landes über Nazi-Deutschland geleistet hat, und zum Dank dafür, wegen seiner Homosexualität, in den Selbstmord getrieben wurde:

Brown meint, ohne Turings „außerordentlichen Beitrag“ wäre der Zweite Weltkrieg möglicherweise anders verlaufen. Es sei Menschen wie Alan Turing zu verdanken, dass der Holocaust und der totale Krieg Teile der europäischen Geschichte und nicht der Gegenwart seien. Weiterlesen

Warum Norbert Bolz Schwule für das Resultat eines Betriebsunfalls hält

9 Sep

Norbert Bolz ist ein Guter. Zumindest wenn es um die Kritik des Gleichheitswahns geht, wie in seinem neuen Buch. Geht es darin allerdings um Fragen von Sexualität und Geschlecht, verliert Bolz rapide an Niveau:

Gerade die herrschende öffentliche Meinung kultiviert bestimmte Formen des Nonkonformismus; man denke etwa an die unaufhörliche Propganda des öffentlich-rechtlichen Fernsehens für homosexuelle Gemeinschaften

Stopp, wovon spricht der Mann? Ach so, er meint, dass Schwule nicht nur als Kinderschänder und tragische Existenzen dargestellt werden, wie früher einmal:

Film und Fernsehen zeigen uns vor allem auch in ihrem Unterhaltungsprogramm seit Jahren nur noch (…) Homosexuelle, die ein kultiviertes, politisch korrektes Leben führen.

Schlimmer noch, wir sind Opfer einer Kulturrevolution, die auch beinhaltet:

Nicht die Homosexuellen sind krank, sondern diejenigen, die Homosexualität verurteilen.

So ist das mit dem wissenschaftlichen Fortschritt, Herr Bolz, der lässt sich nicht von ideologischen Vorbehalten bremsen. Und Sie wollen es mit der Vernunft haben?

Daran glaubt natürlich kein vernünftiger Mensch, aber man darf es nicht sagen.

Genau, sonst kommt gleich die Rosa Nostra und fickt einen von hinten. Oder der schwarze Mann: Weiterlesen

In bester Absicht…

26 Mrz

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert.“ Diese Volksweisheit kommt einem spontan in den Sinn, liest man folgende Meldung:

Therapeuten bieten immer noch Behandlungen von Homosexualität an, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass sie funktionieren. Eine nicht unbedeutende Minderheit hat auf Anfrage zugesagt, zumindest einem Patienten dabei zu helfen seine schwulen oder lesbischen Gefühle zu „verringern“. […] Laut dem Team um Michael King vom University College London[…] handelten viele in „bester Absicht“.

Ja, klar. Und wenn ein Hetero in die Praxis kommt und sich zum Homo therapieren lassen möchte, werden diese Therapeuten das auch ganz bestimmt ernst nehmen. Wie? Werden sie nicht? Ja, mmmh, wie kommt das wohl?

Dient „Gender Mainstreaming“ der Auslöschung der Homosexuellen?

29 Jan

„Christlich, preußisch, libertär – Familienwehr“ reimt sich ein Blog im „eigentümlich frei“-Umfeld. Dort ist dem Autor keine Phantasie zu albern, keine Wahnvorstellung zu abstrus, wenn es nur darum geht, Schwule zu diskreditieren, wie sein neuestes Elaborat, eine gefakte Dokumentation, beweist. Darin erfährt der amüsierte Leser, wer für die Implementierung des „Gender Mainstreaming“ verantwortlich ist und dass das Konzept ursprünglich „Rosa Sozialismus“ heißen sollte. Der Autor wirkt angesichts des von ihm postulierten Durchblicks allerdings bereits damit überfordert, „Gender“ überhaupt korrekt zu definieren: Weiterlesen

Warum die Trennung von Staat und Kirche ein Segen ist

11 Jan

In den Niederlanden hat eine christliche Stiftung, die Homosexuelle „kurieren“ will, nach heftigen Protesten ihre staatlichen Fördermittel verloren. Derartige Aktivitäten der evangelischen Stiftung „Onze Weg“ würden gegen die Gleichberechtigungspolitik verstoßen, erklärte der zuständige Bildungs- und Kulturminister Ronald Plasterk.

Zumal die „christliche“ Stiftung die Finanzzusage offenbar nur aufgrund von falschen Angaben erhalten hatte:

Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro seien „Onze Weg“ in der Annahme gewährt worden, dass die Stiftung sich „für eine offenere Diskussion über Homosexualität von Christen in der Kirche“ einsetzen wolle. Wie die Zeitung „Trouw“ berichtete, bietet die Stiftung stattdessen schwulen Christen Hilfe an, die sich gegen ihre Homosexualität zur Wehr setzen wollen. Ihnen sei erklärt worden, dass „Genesung“ durch „das Zurückdrängen homosexueller Gefühle“ sowie eine „Veränderung hin zur Heterosexualität“ möglich sei.

Was das für ein Unsinn ist, ist in den Niederlanden auch beim zuständigen Minister bekannt, der daher erklärte:

Eine solche Vorstellung sei nicht hinnehmbar.

Weil sie nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist und auch nicht anzustreben, weshalb Plasterk feststellte, es werde eine Grenze überschritten,

wenn versucht wird, Menschen von ihrer Homosexualität zu heilen.

Manche Grenzen sind einfach aus ethischen Gründen einzuhalten. Auch wenn das manche „Christen“ anders sehen.

Bayerns irre Homos

22 Nov

Hinter den Bergen, in lieblichen Tälern versteckt, lebt der Stamm der Bajuwaren, grausam geknechtet von den anderen deutschen Stämmen und gedemütigt dadurch, dass nun auch das saupreußige Berlin ihre Hauptstadt ist. Und jetzt will man den Bayern auch noch den letzten Rest an Würde nehmen:

Mit einem neuen Buch über den bayerischen König Ludwig II. (1845-1886) hat der Psychiater Heinz Häfner bei dessen Getreuen für Unmut gesorgt. Häfners These: Ludwig II. wurde nur wegen seiner Homosexualität entmachtet. Geistig verwirrt, wie so oft behauptet, sei er keineswegs gewesen.

Noch besser als diese sensationelle Enthüllung, ist allerdings die Schlagzeile der „Welt“:

War Ludwig II. geisteskrank oder nur schwul?

Zwecks Seelenheil der Bayern kann man nur hoffen, dass Häfner unrecht hat und „Kini“ lediglich irre war. Alles andere wäre nun wahrlich eine Schande:

Traurig wie der Visionär der Bayern die meisten Touristenziele gebaut hat, heute als Unnormal abgestelmpelt wird

Man könnte ja auch mal die Menschen in Ruhe und Respekt lassen anstatt dieselben immer wieder der Auflage wegen zu diskreditieren!
Schade ist das…

Die Heilung des Ted Haggard

15 Nov

Erinnern Sie sich noch an Ted Haggard? Ja, das ist dieser evangelikale amerikanische Pastor, der Zeit seines Lebens Schwule und Lesben verdammte und dann mit einem Callboy erwischt wurde. Doppelmoral? Heuchelei? Nicht wenn man ein guter evangelikaler Christ ist. In dem Fall, gibt es nämlich eine Vielzahl von Mechanismen und Erklärungsmodellen, die es einem erlauben, auch weiterhin als reines, unschuldiges Opfer darzustehen, das vom Bösen verführt wurde. Und das Böse sind natürlich die Homos: Weiterlesen

Die islamische Lösung der Finanzkrise: Sauber, sozialistisch, hetero

26 Okt

Auf Telepolis hat man mal wieder ein Herz für den Islam. Erst mal hat man aber einen gehörigen Sprung in der Schüssel, denn wie sonst kommt man auf solche Überschriften?

Der islamische Rechtsgelehrte und Publizist Jusuf al-Qaradawi erkennt im Zusammenbruch des kapitalistischen Systems die Klasse der von der Scharia geleiteten Prinzipien islamischer Finanzierungssysteme

Zusammenbruch des kapitalistischen Systems? Da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Aber bei Telepolis hat man nicht nur seinen Marx gelesen, nein, auch den Rohrmoser hat man nicht vergessen und kommt daher zu der folgenden Diagnose:

Wie wenig sonst eignet sich dieser Tage die Finanzkrise mit ihren realwirtschaftlichen Rezessions-und Depressionsausläufern dazu, die westliche Dekadenz und die damit einhergehende moralische Verwahrlosung erneut grundlagenkritisch ins Visier zu nehmen.

Die Rettung aber naht schon: Weiterlesen

Wird jetzt auch Indien voll schwul?

19 Okt

Große Freude müsste zur Zeit bei den Anhängern der These herrschen, für die Kriminalisierung homosexueller Handlungen ganz weit weg sei immer der Westen verantwortlich:

Der oberste Gerichtshof im indischen Neu-Dehli berät zurzeit über eine Petition gegen das Verbot von schwulem Sex durch „Section 377“.

Und Indien war schließlich früher einmal britische Kolonie.

Die Regelung stammt aus den Zeiten englischer Kolonialherrschaft um 1860 und ist seitdem in Kraft.

Im Vereinigten Königreich allerdings werden homosexuelle Handlungen bereits seit geraumer Zeit nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Mehr noch: Weiterlesen

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