Tag Archives: Schwulenrechte sind Rassismus

LSVD islamophob – mal wieder

22 Aug

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. hat wegen des schwulenfeindlichen Hetz-Artikels in dem deutsch-arabischen Magazin „al- Salam“ Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Den polizeilichen Staatsschutz fordern wir auf, entsprechende Ermittlungen aufzunehmen. Homophobie ist kein Kavaliersdelikt! Die Mittel des Strafrechts müssen auch bei homosexuellenfeindlichen Delikten voll ausgeschöpft werden. (lsvd.de)

Das ist aber echt nicht nett vom LSVD. Schließlich hat der Autor des betreffenden Artikels nur seinen Propheten gewürdigt. Und das sollte man schon als pluralistischen Akt im Sinne des Dialogs der Kulturen anerkennen. Vielleicht sollte der LSVD demnächst etwas mehr Respekt vor fremdem Kulturen zeigen und lieber etwas gegen den neoliberalen Kapitalismus unternehmen der uns alle zu Rassisten macht.

Kabarett im Bundestag

14 Aug

Und hier noch eine Äußerung der Bundesregierung bezüglich Homosexualität. Nachdem es gestern um Integration ging, geht es heute um kulturelle Besonderheiten in Jamaika:

Die Bundesregierung hat keine gesicherten Erkenntnisse über gewalttätige Angriffe auf Homosexuelle in Jamaika. Grundsätzlich sei Homosexualität in Jamaika nicht verboten, schreibt sie in ihrer Antwort (16/9953) auf eine Kleine Anfrage der Grünenfraktion (16/9714). Unter Strafe gestellt seien jedoch analer Geschlechtsverkehr und „Handlungen von grober Anstößigkeit unter Männern“. Die meisten Jamaikaner seien „gegen jede Form von Homosexualität feindselig eingestellt“, so dass es häufig zu gewalttätigen Übergriffen gegen Homosexuelle komme, so die Bundesregierung.

Wie nun der erste und der letzte Satz zusammenpassen, bleibt wohl das Geheimnis der Bundesregierung.

Bahrein homorein

13 Aug

Das kleine Königreich Bahrein hat wie so viele islamisch geprägte Staaten dieser Welt ein Problem. Einerseits ist man sich im Klaren darüber, dass, wenn man den Vorschlägen des Propheten Mohammed zur Wirtschaftspolitik folgt, es im Lande irgendwann so aussieht wie in der ehemaligen DDR und man deshalb die Ökonomie ein wenig liberalisieren sollte, damit man sich auf Hochglanzprospekten wenigstens mit Wolkenkratzern schmücken kann. Andererseits macht die ökonomische Öffnung ein Land aber auch anfällig für Dekadenzen aller Art, die man dem Propheten und Allah nun wirklich nicht zumuten kann. Schließlich will man ja nicht so enden wie die Schweine im Westen.

Und um kulturelle Unterschiede so zu betonen, dass sie dem Gemeinwohl möglichst wenig schaden, bietet es sich immer an, auf Minderheiten einzuprügeln. Weiterlesen

Warum Kolonialismus manchmal gar nicht so schlecht ist

13 Aug

Die in der Karibik gelegenen Niederländischen Antillen haben bei der Judikative des Mutterlandes Protest eingelegt, weil sie auf ihren Inseln um gar keinen Preis die in den Niederlanden legalisierte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare anerkennen wollen. Die Antillen berufen sich dabei auf ihren Autonomiestatus, der es ihnen erlaube, gewisse Eigenheiten zu pflegen.

Und auch wenn

Experten erwarten, dass die Antillen-Regierung kaum Aussichten auf Erfolg haben wird

könnte man sich den ganzen homophoben Hickhack sparen. Wie wäre es zum Beispiel, den Niederländischen Antillen ihren Autonomiestatus abzuerkennen und sie wieder vollständig nach Amsterdam zu integrieren?

Andere Länder, andere Unsitten

12 Aug

In Abu Dhabi, Hauptstadt der Vereingten Arabischen Emirate, gibt es seit 1975 eine „Deutsche Schule„:

An der Deutschen Schule treffen zwei Welten aufeinander, die draußen, in der Wüstenmetropole am Golf, kaum miteinander in Berührung kommen. In dieser Stadt, deren Wirtschaftsboom sich in Marmor, Glas und Hochhäusern ausdrückt, in Luxusautos und glitzernden Shopping Malls, sind private Kontakte zwischen Emiratis und Europäern selten.

Und natürlich hat man sich an der Schule ein hehres Ziel gesetzt, den interkulturellen Dialog:

Noch steht die Schule am Anfang ihrer Karriere als interkulturelle Instanz. Bei den Kleinsten geht es noch ums gemeinsame Spielen wie bei Ali und Carlos. Aber wenn aus den Kindern Teenies geworden sind, könnte sich das Klima verändern. So dürfen Liebespärchen sich bislang auf dem Schulhof küssen. Das könnte zu Konflikten führen in einem islamischen Land, das mit Sexualität weit strenger umgeht als Deutschland, das etwa Pornographie und sogar Homosexualität unter Strafe stellt.

Andere Länder haben eben andere Sitten. Und das den Schülern verständlich zu machen ist oberstes Gebot:

Schulleiter Gerald Miebs weiß, dass ein Balance-Akt bevorsteht. „Sich annähern, Verständnis füreinander entwickeln und gemeinsame Wege beschreiten“ heißt seine Devise: Toleranz müssen beide Seiten üben.

Nö, find ich nicht.

Andere Kulturen können mich mal

4 Aug

Die Überschrift ist natürlich in höchstem Maße neokolonialistisch, aber, wen juckt das schon? Wenn ich so was lese, kann meine westliche Arroganz nun mal nicht anders:

Nach Ansicht des anglikanischen Bischofs von Ägypten und Primas des Nahen Ostens, Mouneer Anis, hatten Schwulen- und Lesbengruppen einen zu hohen Druck auf die teilnehmenden Bischöfe ausgeübt. Die „liberalen“ Kirchenleute des Westens müssten akzeptieren, dass viele Kulturen eine andere Auffassung zur Frage der Homosexualität hätten, sagte Anis.

Der Iran ist die Vorhut der Arbeiterklasse

31 Jul

Wenn der Trottel aus Teheran spricht, bekommen antiimperialistische Linke, antiwestliche Intellektuelle und kulturkonservative Reaktionäre jeglicher Couleur gleichermaßen feuchte Höschen. Doch was genau macht den Iran eigentlich so sexy? Sicher, Antisemiten finden das Land toll, weil dieses sich den Antizionismus ganz oben auf die politische Agenda gesetzt hat. Frauenfeinde sind begeistert davon, dass das weibliche Geschlecht auf den Status einer minderwertigen reproduktiven Maschine reduziert ist. Schwulenhassern geht einer ab, wenn die nicht existenten Homosexellen des Landes an Baukränen baumeln. Kulturkonservative begeistern sich für die traditionellen Werte des Landes. Und die gute alte Linke? Berauscht sich an Sätzen wie diesen:

Iran’s president is blaming the United States and other “`big powers” for AIDS, nuclear proliferation, and other global ills, and accusing them of exploiting the United Nations and other organizations for their own gain and the developing world’s loss. […]

“The big powers are going down,” Ahmadinejad told foreign ministers of the Non-Aligned Movement meeting in Tehran. “They have come to the end of their power, and the world is on the verge of entering a new, promising era.” […]

“The rich and powerful countries continue to exercise an inordinate influence in determining the nature and direction of international relations, including economic and trade relations, as well as rules governing these relations, many of which are at the expense of developing countries,”

Und solch antiwestliche Rhetorik entschuldigt alles andere. Denn wenn es um den Kampf gegen den Ami geht, müssen Frauen, Homos und andere „Nebenwidersprüche“ eben ein wenig zurückstecken. Zumal in unseren Gesellschaften kapitalistischer Verwertungslogik, wo BH und Homo-Ehe weitaus repressiver sind als alles, was man im Iran zu erleiden hat…

Schmankerl am Sonntag

20 Jul

Liebe Leser, lehnen Sie sich zurück und genießen sie folgendes Statement aus dem Arsenal des links-progressiven Schwulentums:

Um es ganz einfach zu sagen: Schwule sind leider sehr empfänglich für Rassistisch/Neofaschistisches Gedankengut, da sie (angeblich) überproportional häufig Opfer Antischwuler Gewalt werden und in vielen Islamischen Ländern Homosexualität nach wie vor mit dem Tode bestraft wird.

Volker Beck unverschämt

16 Jul

Nicht länger die Auskunft anrufen muss, wer wissen will, was Volker Beck zum Thema „Freiheit oder Islamismus“ mitzuteilen hat. Becks Antwort auf die Frage Weiterlesen

Plädoyer für die liberale Volksgemeinschaft

13 Jul

Nachdem sich NUB bereits seine Angst vor homosexuellen Fast-Food-Restaurants von der Seele geschrieben sowie die Legitimität von evangelikaler Propaganda gegen Homosexuelle propagiert hat, vertritt er in einem weiteren Beitrag die Ansicht, Schwule würden in den USA nicht diskriminiert:

In den USA werden also alle Schwulen diskriminiert.

Vielleicht gibt uns Neues und Bekanntes ja die Ehre und erklärt uns, weshalb die „Don’t Ask, Don’t Tell“-Regelung nicht diskriminierend ist ebenso wie das Heiratsverbot für Lesben und Schwule in den meisten Bundesstaaten der USA. Vielleicht macht er sich auch noch die Mühe und erklärt, warum er die Unterstützung einer bestimmen Lobby, die eine bestimmte Politik für ALLE Firmen im Land anstrebt, mit der Rassentrennung in eins setzt – denn eben auf diese Behauptung NUBs bezog sich meine Kritik.

Leider hat GayWest auch nicht begriffen, dass die AFA was anderes ist als McDonalds, demnach muss die AFA natürlich nicht neutral sein, aber was soll’s.

Natürlich haben wir nie gefordert, dass die AFA neutral sein soll, sondern ihre Position für falsch erklärt. Und eben daran stört sich ja NUB. Der will aber vielleicht auch einfach nur spielen: Weiterlesen

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