Tag Archives: Sexismus kann auch Spaß machen

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30 Jan

Einer der bisher klügsten Beiträge zur aktuellen „Sexismus-Debatte“ kommt von Tilman Krause in der WELT. Manchmal ist Homosexualität eben doch eine Qualifikation…

Brüderle im Himmelreich

24 Jan

Rainer Brüderle soll sich einer Journalistin vom „Stern“ (wenn man das Wort „Journalistin“ im Zusammenhang mit dem „Stern“ überhaupt verwenden kann) sexistisch genähert haben:

„Brüderles Blick“, schreibt Laura Himmelreich, wandert auf meinen Busen. „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“ Im Laufe unseres Gesprächs greift er nach meiner Hand und küsst sie. „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen.“ „Herr Brüderle“, sage ich, „Sie sind Politiker, ich bin Journalistin.“ „Politiker verfallen doch alle Journalistinnen“, sagt er. Ich sage: „Ich finde es besser, wir halten das hier professionell.“ „Am Ende sind wir alle nur Menschen.“ Weiterlesen

Schwuler Sexismus – Vom Übel, an Frauen keinerlei Interesse zu haben

19 Sep

Ab wann ist man eigentlich ein Frauenfeind? Wenn man Alice Schwarzer nicht mag? Die Frauenquote für Unsinn hält? Maria Svelands „Bitterfotze“ lächerlich findet? Bei der Lektüre von „Feuchtgebiete“ an der Intelligenz der Autorin zweifelt? In Frage stellt, dass Frauen in Deutschland benachteiligt werden? Das Binnen-I ablehnt?

So gesehen, bin ich nicht nur ein Frauenfeind, sondern ein regelrechter Frauenhasser. Was einen aber nicht überraschen dürfte. Denn erstens bin ich ein Mann – und somit Träger des Weltübels schlechthin – und zweitens schwul. Ja, liebe Leser, da staunen Sie: Schwule sind frauenfeindlich! Wie jetzt, das glauben Sie nicht? Nun, dann wird es an der Zeit, zu lernen. Lassen wir uns von Stephan Siepe aufklären. Weiterlesen

Homophobe Weisheit des Tages

1 Jul

Im Grunde genommen ist männliche Homosexualität genuin sexistisch. Die Abkehr des Mannes von der Frau, sei es in gesellschaftlicher, sexueller und finanzieller Hinsicht, kann eigentlich nur als eine verschärfte Form der Verachtung alles Weiblichen gesehen werden.

Auch eine Lesbe macht noch keinen Feminismus

30 Mrz

„Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts über ihre Freundin:

„Sie ist eine wunderschöne Frau mit einer wahnsinnig positiven Ausstrahlung. Ich fühle mich bei ihr einfach gut aufgehoben“[…]

Sie habe „wirklich einen Glückstreffer gelandet“.

Aber Frau Folkerts, lassen Sie das bloß nicht Frau Schwarzer oder Frau Roth hören! Wenn überhaupt heißt es, Sie hätten mit ihrer Freundin eine echte Glückstrefferin gelandet.

Wir wollen doch nicht dem Patriarchat das Feld überlassen, oder?

Eine ökotrophologische Spaßbremse aus London

2 Nov

Kennen Sie „Little Britain“? Was, Sie finden die Serie lustig? Dann sind Sie wohl ein Fan von

Rassismus, Sexismus, Homophobie, Hass auf Alte und Klassenhass.

Alles das nämlich wird durch die Serie gefördert. Hat Deborah Finding, Doktorandin beim Gender Institute der London School of Economics, in einer wissenschaftlichen Abhandlung herausgefunden. Doch die Moral der Dame ist allumfassender als Sie dachten, weshalb sie auch Ernährungstipps parat hat:

’Little Britain’ ist die Comedy-Variante von Junkfood.

Wie appetitlich das ist, können Sie z. B. unter obigem Link sehen. Da gibt es zwei nette, kleine, ziemlich witzige Ausschnitte aus der Serie zu sehen. Extrem homophob. Rassistisch. Und sexistisch sowieso. Viel Spaß!

Feministisches Spielzeug

20 Aug

Wie sich ausnahmsweise einmal Mädchen darüber streiten, ob Jungs, die sich küssen, sexy sind und ob das feministisch genug ist, darüber schreibt Sonja Eismann in der Jungle World: Dünne Jungs in engen Mädchenhosen.

Die der Jugendkultur der Emos aus vielerlei Richtungen entgegenschlagenden Ressentiments ordnet Eismann dabei so ein:

Die binären Geschlechterdichotomien dürfen nicht angetastet werden, und nicht-heterosexuelles Begehren darf nicht existieren, da es »alles andere als hetero« ist und somit die von vielen Rappern so gerne angerufene patriarchale Ordnung unterminiert.

Über den Sänger von Tokio Hotel weiß Eismann:

Bill Kaulitz – mit seiner verschleierten Sexuali­tät und seinem feenhaften Auftreten als androgyner Prinz die perfekte Projektionsfläche für die Sehnsüchte junger Mädchen – kann aber vor allem als paradigmatisch für die Strukturierung von Begehren im Emo gelten.

Und das, so Eismann, ist attraktiv für jene Jugendlichen, die sich nicht entscheiden können oder wollen, wo sie hingehören, bezüglich Geschlecht und sexueller Orientierung: Weiterlesen

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