Tag Archives: Solidarität

Offener Brief gegen Trans*-Diskriminierung in Solidarität mit Lann Hornscheidt

9 Dez

Gay West unterstützt den folgenden Offenen Brief:

Gegen Trans*-Diskriminierung!
Solidaritätserklärung für Lann Hornscheidt
 
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Geschlecht eine sehr wichtige Kategorie ist, mit der Menschen eingeteilt werden. Die Einteilung in entweder „Mann” oder „Frau” ist für viele Menschen stimmig und wird zumeist unhinterfragt als scheinbar naturgegeben hingenommen.
Nicht alle Menschen finden diese Einteilung für sich stimmig. Personen, die dieser bei Geburt vorgenommenen Zuschreibung („biologisches Geschlecht”) oder den daran geknüpften Erwartungen an Mannsein und Frausein („soziales Geschlecht”/ Gender) nicht entsprechen, werden problematisiert und sind bis heute massiver Diskriminierung ausgesetzt.
 
Die Medienhetze gegen Lann Hornscheidt verdeutlicht das Ausmaß an fehlendem Wissen, an Starrheit und Hass, mit dem in Deutschland auf Personen reagiert wird, die dem zweigeschlechtlichen Kategorisierungszwang nicht entsprechen können oder wollen.

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„Niemand wird das für uns tun“

10 Aug

Es gibt wenige Menschen auf dieser Welt, die ich als „Helden“ bezeichnen würde. Nikolaj Alexejew allerdings gehört dazu. In einem Klima aus Hass, Furcht und Intoleranz kämpft er seit Jahren für die Rechte und die Würde schwuler und lesbischer Menschen, die von einem repressiven Staat, einer autoritären, ignoranten Bevölkerung und einer hasserfüllten Religion zum Sündenbock der Gesellschaft erklärt wurden.

Dem ZDF hat Alexejew ein kurzes Interview gegeben. Hier einige Auszüge:

Die Mehrheit der Russen ist schwulenfeindlich – nicht aktiv, sondern passiv. Das ist aus Sowjetzeiten hängen geblieben. […] Weiterlesen

Selbstverteidigung

8 Jun

Eine Mitgliederversammlung des KLuST (Kölner Lesben- und Schwulentag), hat beschlossen, „Pro Köln“ von der diesjährigen CSD-Parade auszuschließen. In einer Erklärung heißt es zur Begründung:

Der ColognePride ist ein Festival der Emanzipation, eine Ausdrucksform und Gestaltung unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt und eine Demonstration für Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Die im KLuST versammelten Vereine, Gruppen und Einzelmitglieder verbinden mit dem CSD Köln gemeinsame Werte, die auch während der Parade zum Ausdruck kommen. Wir treten ein für einen weltoffenen, die Menschenwürde respektierenden CSD. Wir geben ein Beispiel für Respekt, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Toleranz. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander der verschiedensten Lebensentwürfe, soweit sie auf gegenseitiger Akzeptanz und gegenseitigem Respekt vor- und füreinander beruhen.

Warum nun soll „Pro Köln“ nicht an der Parade teilnehmen? Weiterlesen

Wings of Change

30 Jul

Während mancher in Hamburg am liebsten LSU und FDP von der CSD-Parade ausgeschlossen hätte, weil die nicht fortschrittlich genug seien, haben amerikanische Bürgermeister nun gehandelt. Edward M. Lee (San Francisco), Thomas Menino (Boston) und Rahm Emanuel (Chicago) haben laut WAZ die Schnellimbiss-Kette „Chick-Fil-A“ quasi zur unerwünschten Person erklärt. Soll heißen, sie werden die Firma nicht im Rahmen von Wirtschaftsförderung bevorzugen. Weiterlesen

Danke, Friedrichstadt-Palast!

7 Apr

Der Berliner Friedrichstadt-Palast hat als Reaktion auf das russische Gesetz gegen so genannte „homosexuelle Propaganda“, einen Boykott gegen Russland ins Leben gerufen. Bemerkenswert an dieser Erklärung – nachzulesen u. a. auf „queer.de“ – ist die prägnante, kernige Sprache, welche die Dinge beim Namen nennt: Weiterlesen

Mehr Geld für Wanderwitz!

15 Feb

Apologeten des Sozial- und Umverteilungsstaates betonen gerne die solidarische Komponente dieses Modells. Was daran solidarisch sein soll, wenn der Staat Menschen dazu zwingt, für andere Leute aufzukommen, hat man dabei bis heute nicht erklären können. Dabei sorgt die staatliche Umverteilung eher für das Gegenteil einer solidarischen Gesellschaft , weil sie die verschiedenene Gruppen und Milieus gegeneinander ausspielt, und konsequent dafür sorgt, dass immer jemand zuviel zahlen muss, und immer jemand zuwenig vom Kuchen abbekommt.

Für Politiker dagegen ist der Sozialstaat das Paradies schlechthin, denn ersten gibt er ihnen Macht und zweitens eine Begründung für ihre Existenz. Zudem kann meine seiner speziellen Klientel Honig ums Maul schmieren und betonen, wie wichtig dieses für die Gesellschaft sei, während alle anderen eh nur faule Säcke sind, die auf Kosten eben jener bevorzugten Klientel leben.

Ein solches Prachtexemplar von einem Politiker ist der sächsische CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz, einer jener Parteisoldaten, die von der Juristerei in die Politik gegangen sind, seit 2002 massiv von Steuergeldern bezahlt wird, und nun die Dreistigkeit besitzt, noch mehr Geld von denen zu fordern, die nicht so leben wir er, also verheiratet mit drei Töchtern: Weiterlesen

Macht Armut schwul?

17 Aug

Für die Krawalle in  Großbritannien sollte zunächst Armut ursächlich gewesen sein. Nachdem immer mehr durchaus wohlhabende Täter verhaftet wurden, hat man eine neue Erklärung aus dem Hut hervorgezaubert. Nun sollen fehlende Werte Schuld gewesen sein, so auch hier:

Die jüngsten Jugendkrawalle in England sind hauptsächlich auf einen Verfall der Moral und der traditionellen Familie zurückzuführen.

Der britische Regierungschef selbst hat eine bunte Mischung im Angebot: Weiterlesen

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