Tag Archives: Tag der Deutschen Einheit

Was Wessis von uns Ossis lernen können

3 Okt

Zum Beispiel, wie man richtiges Jägerschnitzel macht, das so schmeckt, wie in jeder Schulküche der DDR. Lecker! Die Kindheit prägt halt doch…

Und was feiert Ihr?

3 Okt

Also, mit dem würd' ich in die Moschee gehen...

Und mal wieder haben wir Nationalfeiertag. Aber, gibt es eigentlich irgendjemanden da draußen, den das interessiert? Der Tag der offenen Moschee, der pikanterweise ebenso am 3. Oktober stattfindet, scheint jedenfalls größeres Interesse hervorzurufen, als das Begehen der deutschen Einheit.

Um Nachfragen vorzubeugen: Mich interessieren beide Termine nicht sonderlich. Ich gehe nicht in Moscheen und die Einheit ist mir (mittlerweile) auch ziemlich egal. Von mir aus hätte es auch weiterhin zwei deutsche Staaten geben können. Oder drei, oder 16. Oder gar keinen. Völlig egal. Hauptsache, ich kann lieben wen ich will, sagen was ich denke, und einkaufen was ich möchte. Alles andere ist verhandelbar.

PS: Im Jahre 2008 war mein Beitrag zum Tag der deutschen Einheit noch weitaus weniger miesepetrig als heute und ich habe das Ereignis auch anders interpretiert – als Tag der Befreiung vom Sozialismus. Interessant, wie man sich so entwickelt…

Der Sozialismus lebt!

3 Okt

Das tut er in der Tat. In den Köpfen vieler Menschen – selbst derer, die sich selbst eigentlich nicht als Sozialisten verstehen. Und selbst diejenigen, welche die Unmöglichkeit dieser Utopie einsehen, seufzen auf, dass es aber eigentlich doch ganz schön wäre, wenn es Sozialismus gäbe.

Aber warum? Was ist schön an einer Ideologie, die Dein Eigentum negiert und Dich einem Kollektiv ausliefern will? Oder ist das nicht der Sozialismus den Du willst? Und wenn nicht, was willst Du dann?

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19 Jahre – 40 Jahre

3 Okt

Seit 19 Jahren nun ist die Deutsche Demokratische Republik (DDR) Geschichte, jener Staat also, der unter allen Ländern den Sozialismus am gelungensten verwirklicht hat. Das ist natürlich kein Kompliment, denn auch im besten Sozialismus unter allen Sozialismen, sah sich die Vorhaut der Arbeiterklasse schlussendlich dazu gezwungen, eine Mauer zu bauen, damit die Bevölkerung nicht den Verlockungen des dekadenten, ausbeutenden, repressiven Kapitalismus erlag.

19 Jahre später sieht es, zumindest in Berlin, wieder so aus, wie zu Zeiten der Teilung. Weiterlesen

Zum Tag der Deutschen Einheit

3 Okt

Am heutigen Tag feiern wir mal wieder die Befreiung vom ostdeutschen Sozialismus, von Mauer und Stacheldraht, von keinen Bananen und Club-Cola; ein Ereignis, welches dem in der Zone geborenen und aufgewachsenen Adrian ermöglicht, heute, frei von staatlicher Zensur (na ja, fast) und Repression, hier auf diesem Blog homophobe Mitmenschen zu nerven. Keine Ahnung wie mein bisheriges Leben verlaufen wäre, wenn die DDR nicht kollabiert wäre. Auf jeden Fall deutlich schlechter als jetzt. Ich müsste rote Halstücher tragen, Marx und Lenin preisen, Schlange stehen, die USA sowie die Zionisten hassen, den Palästinensern und Hugo Chavez in antiimperialistischer Solidarität den Hintern küssen und mein ganzes Leben dem Kampf für den Sozialismus widmen. – Außerdem hätte ich meinen guten Freund und Kollegen Damien nie kennen gelernt.

Und auch wenn die wiedervereinigte BRD, meiner Meinung nach, oftmals ziemlich einen an der Klatsche hat, schätze ich mich glücklich, auf die andere Seite des Brandenburger Tors, in den Tiergarten zum Cruisen gehen zu können, ohne deshalb erschossen zu werden.

Heute bin ich beim Tag der offenen Tür in den Ministergärten, den ich, nach reiflicher Überlegung, dem Tag der offenen Moschee vorziehe. Meine Mutter wird dort sein und diverse Verköstigungsstände managen und ich habe einfach Lust, mich mal wieder unters Volk zu mischen, anstatt mit Vertretern der Friedensreligion über meinen sündhaften Lebensstil zu diskutieren. Ist ja wohl verständlich, oder?

Einen schönen Feiertag Euch allen.

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