Tag Archives: Ungeschminkter Hass

Wann geben Schwule Kindern Schokolade?

5 Aug

Wenn es die Situation erfordert, wie Bryn und James Tudor jüngst bewiesen haben. Weiterlesen

Noch ist Polen nicht verloren

16 Jul

Was haben Volker Beck, Teresa Orlowski, Alice Schwarzer, das niederländische Königshaus, das dänische Kulturministerium und IBM mit Marc Zuckerberg gemeinsam? Nach der Lektüre dieses Beitrags kennen Sie die erschreckende Antwort.

Am morgigen Samstag findet in Warschau die CSD-Parade statt. Doch nicht alle Polen sind erfreut über die Veranstaltung:

Mehrere Organisationen in der polnischen Hauptstadt und fast 55 000 ihrer Bürger versuchen schon seit Wochen „das obszöne Event zu Schmutz und Perversion“ durch Unterschriftsaktionen zu verhindern, doch bisher ohne Erfolg.

Das stelle man sich einmal vor: Seit Wochen versuchen mehrere zehntausend Menschen in Warschau die Parade zu verhindern und schaffen es einfach nicht. Jetzt greift man daher zu anderen Mitteln: Weiterlesen

Suizid-Erfolg

9 Jun

Manchmal wird einem bei der Lektüre von ideaSpektrum einfach nur schlecht:

Junge Schwule und Lesben nehmen sich vier- bis siebenmal so häufig das Leben wie Heterosexuelle. Das berichtet das Schwulen-Magazin „Du & Ich“ (Berlin) in seiner Juni/Juli-Ausgabe.

Wer glaubt, diese Meldung würde jetzt noch journalistisch aufbereitet oder moralisch ausgeweidet, liegt falsch. Dieser Sorte Christen reicht die pure Meldung als Erfolg. Weiterlesen

Kiss and pray

13 Mai

In Uganda wird zur Zeit über ein „Anti-Homosexualitäts-Gesetz“ beraten. Der Gesetzesentwurf sieht lange Freiheitsstrafen und in manchen Fällen die Todesstrafe für homosexuelle Beziehungen vor. Zudem sind Menschenrechtsaktivisten in Uganda von langen Haftstrafen bedroht, wenn sie über Homosexualität aufklären oder die Anliegen homosexueller Menschen unterstützen. MANEO ruft daher anläßlich des Internationalen Tages gegen Homophobie zum 4. Kuss-Marathon auf. Die diesjährige Aktion „protect every kiss“ findet statt am Montag, den 17. Mai 2010, 12.30 Uhr, gegenüber der Botschaft der Republik Uganda, Axel-Springer-Str. 54a, 10117 Berlin.

Hier findet sich ein aktueller Bericht über die us-evangelikalen Hintermänner des Gesetzes, Weiterlesen

Homos in der Hurenkirche

6 Mai

„Biedermann und die Brandstifter“ scheint mir die treffendste Bezeichnung, um das Verhältnis des „christlichen Informationsforums“ medrum zu seinen Lesern zu kennzeichnen. In diesem „christlichen“ Forum reicht es aus, das Veranstaltungsprogramm des Forums „Homosexuelle und Kirche“ anläßlich des Ökumenischen Kirchentags kommentarlos zu posten und schon steht der Mob Gewehr bei Fuß und legt an: Weiterlesen

Voll auf Hass

14 Okt

Nun kommt sie doch: die Erweiterung der amerikanischen Gesetze bezüglich „Hassverbrechen“ um das Merkmal „sexuelle Orientierung“. Künftig werden also Verbrechen, die sich spezifisch gegen Schwule, Lesben etc. richten, der Jurisdiktion der Gemeinden bzw. Bundesstaaten entzogen und der Zuständigkeit des FBI übertragen, so wie das bislang bereits für Verbrechen gilt, die

sich gegen die Rasse, Hautfarbe, Religion oder nationale Herkunft des Opfers richten.

Meine Bedenken gegen „Hassverbrechen“ haben sich übrigens im Laufe der Zeit abgemildert, so dass ich einer gesonderten Kategorisierung von Verbrechen aus Hass nicht mehr grundsätzlich zweifelnd gegenüberstehe. Voraussetzung dafür bleibt aber, dass unter „Verbrechen“ tatsächliche Straftaten gegen Leben und Gesundheit der Opfer fallen und nicht – wie von einigen Gegnern des Gesetzes befürchtet – auch Meinungsäußerungen gegen bestimmte Gruppen bestraft werden. Doch wenn man der amerikanischen Presse glauben darf, scheint das im Falle der oben erwähnten Gesetzgebung nicht der Fall zu sein. Ein religiöser Fundamentalist wird also auch in Zukunft Schwule ungestraft verdammen dürfen. Und dieser Preis der Freiheit sollte uns nicht zu hoch sein.

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen…

7 Sep

Bedroht vom rechtsextremen Pöbel, jedoch sicher abgeschirmt durch die Polizei, ist am Samstag der CSD („Gay Dignity March“) in Budapest über die Bühne gegangen. Der Weg, den der Ostteil Europas noch vor sich hat, was die Würde und den Respekt vor der Freiheit des Einzelnen angeht, scheint noch sehr lang zu sein. Denn obwohl die Toleranz in Ungarn gegenüber Homosexualität steigt, ist die Haltung der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Schwulen und Lesben erstaunlich unbefriedigend:

Wie die Ungarische Nachrichtenagentur MTI am Freitag aus der Studie zitierte, könne die Mehrheit der ungarischen Gesellschaft nicht als homophob oder schwulenfeindlich betrachtet werden. Die Öffentlichkeit würde lediglich zurückweisen, dass Homosexualität als „öffentliche Angelegenheit“ gehandelt würde.

Was in diesem Zusammenhang natürlich nichts anderes bedeutet, als dass man gefälligst nicht mit der schieren Existenz von Homosexuellen belästigt werden will; andererseits Heterosexuelle aber selbstverständlich das für sich in Anspruch nehmen dürfen, was sie Schwulen und Lesben versagen.

Morde in Tel Aviv: Selber schuld?

3 Aug

Die Ermordeten waren noch nicht unter der Erde, da schändeten die Ersten ihr Andenken, links wie rechts. Auf queer.de wußte ein Kommentator zu vermelden, die israelische Gesellschaft hätte sich bloß ein Beispiel an der deutschen Volksgemeinschaft nehmen müssen, dann wäre das nicht passiert:

die auswirkungen der wirtschaftskrise in israel durch die brillen der deutschen broderisten in allen mögliche medien, oder der quark der iraelischen botschaft und des zentralrates der juden in deutschland, bilden eben nicht einmal ansatzweise die immensen spannungen in der israelischen gesellschaft ab.

Schuld sind der Rassismus der Juden, Weiterlesen

Nightmare

2 Aug

Ich bin fassungslos. Das ist ein Alptraum:

Bei einem Angriff auf ein Homosexuellen-Zentrum in Tel Aviv sind am Samstagabend drei [siehe Update] Menschen getötet und mindestens zehn weitere verletzt worden. Wie die israelischen Rettungsdienste mitteilten, starben ein junger Mann und eine junge Frau sofort, ein drittes Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der maskierte, ganz in schwarz gekleidete Täter konnte unerkannt fliehen.

Bislang hatte ich immer gedacht, man könne sich, wenn man im Nahen Osten ist, wenigstens in Tel Aviv sicher fühlen. Sind diese Zeiten jetzt auch vorbei?

Update (2.08.09): Mehrere Nachrichtenportale berichten, dass es  kein drittes Todesopfer gibt. O-Ton der FAZ: „Krankenhausmitarbeiter hatten zunächst irrtümlich von einem dritten Todesopfer berichtet.“

Angewandte Schwulenkritik

27 Jul

Kaum haben die „World Outgames“ im dänischen Kopenhagen begonnen, melden sich auch schon die Kritiker der Homosexualisierung zu Wort:

Drei Teilnehmer des Schwulen-Festivals „World Outgames“ sind in der Nacht in der Kopenhagener Innenstadt überfallen und zusammengeschlagen worden. Die dänische Polizei geht von „Hasskriminalität“ aus.

Interessant, von was die Polizei so alles ausgeht. Denn ein Verbrechen aus Liebe wird es ja wohl kaum gewesen sein.

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