Tag Archives: Wahre Liebe

Was der Papst und andere, sich einmal hinter ihre Öhrchen schreiben sollten

6 Jan

Nachdem der Papst in seiner Weihnachtsansprache zum Schutz der Regenwälder vor dem Gender-Mainstreaming aufgerufen, sowie die Verbindung von Mann und Frau fetischisiert und sich damit quasi selbst zum Zerstörer der Schöpfungsordnung erklärt hat, schlugen die Wellen der Empörung unter den Homos der Welt wieder einmal ziemlich hoch, obwohl man doch mittlerweile wissen sollte, wie der Papst so tickt. Okay, zugegeben, ich habe mich auch geärgert – ein wenig –, interessanter jedoch als die, wie üblich, intentionsfreie Papstrede, waren Verlautbarungen unserer Verbündeten der heterosexuellen Front, die Rom ob seiner Homophobie dergestalt kritisierten, dass einem nicht so warm ums Herz wurde, wie man es, angesichts dieser sexuell orientierungsübergreifenden Solidarität, hätte erwarten können.

Sicherlich haben wir alle schon einmal erlebt, Weiterlesen

Seminar Nummer 8: Von der Ehe und der narzisstischen Arroganz der Heteros

7 Nov

Es gehört zu den Grundtopoi der Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben, dass diese ihre Sexualität für etwas ganz besonderes halten, beständig damit kokettieren würden und diese gar als der Heterosexualität überlegen ansehen. Zur Bekräftigung dieser These verweist man immer wieder gerne auf diverse CSD-Paraden, auf „Proud-to-be-gay“-Bumpersticker und auf das Homo-Pärchen, dass sich auf der Straße flüchtig küsst. Und sicher: Bei ledigich oberflächlichem Denken könnte man zu dem Schluss kommen, dass z.B. CSD-Paraden nichts anderes ausdrücken, als den Narzissmus einer selbstverliebten Gruppe sexueller Hedonisten, die privates öffentlich zelebriert und die Grenzen von Vernunft, Moral und Anstand über Bord geworfen hat.

Doch dieser Schnellschuss geht nach hinten los. Die Zelebrierung sexueller Orientierung pauschal den Homosexuellen anzulasten, ist nichts anderes als eine heteronormative Konstruktion, die nicht erkennen will, dass Weiterlesen

Küssen verboten

7 Nov

Boxen ist ein dämlicher Sport. Punkte gibt es, wenn man sein Gegenüber verdrischt. Und für Zärtlichkeiten? Hagelt es Punktabzüge. Wegen „Unsportlichkeit“! Was für ein Schwachsinn!

Celebrate Love

5 Nov

Es sind die großen kleinen Geschichten, die das Herz berühren. Hier eine aus Indien. Am Taj Mahal, dem wohl berühmtesten Tempel der Welt, durften zwei schwedische Frauen nach hinduistischem Brauch heiraten, obwohl dies in Indien eigentlich verboten ist:

Die 19-jährige Sandra und die ein Jahr jüngere Sarah behängten sich dem Ritual zufolge gegenseitig mit Girlanden. Sandra machte die auf der Stirn ihrer Braut mit rotem Pulver ein Zeichen, bevor das Paar sieben Mal um ein Feuer schritt.
Auch wenn im Hinduismus eigentlich keine Heiraten zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren vorgesehen seien, sei er von der Liebe der beiden Frauen zum Taj Mahal als Denkmal der Liebe beeindruckt, sagte Priester Dharm Das. Die beiden Frauen sagten, sie liebten sich schon seit Kindheitstagen.

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