Wenn Liebe islamophob ist

3 Mrz

Der britische Sender Channel 4 wird heute Nacht den Film „A Jihad for Love“ vom Regisseur Parvez Sharma ausstrahlen. Nun ist es immer riskant einen Film zu zeigen, bei dem der Islam Thema ist, da sich nicht wenige Moslems allzu schnell auf den Schlips getreten fühlen. „A Jihad for Love“ wagt darüber hinaus jedoch ungeheuerliches, nämlich das Leben und das Lieben homosexueller Moslems zu dokumentieren. Die Reaktionen auf einen solch unverfrorenen Akt, sind nur allzu bekannt:

Executives at Channel 4 are bracing themselves for a backlash against a programme showing gay and lesbian Muslims. […]

Its director, Parvez Sharma, said: „I have had death threats on my blog after making this film. Some countries have even banned it.

„I’ve been called an apostate because Muslims think I have insulted Islam but I think it will open up a debate.“

Nur, wer braucht eine Debatte, wenn man glaubt, die absolute Wahrheit steht in einem über tausend Jahre alten Buch geschrieben? Zahlreiche Imame sehen bereits die Chance, den bösen Westen mal wieder der „Islamophobie“ anzuklagen und die Freiheit der Rede mittels Gewaltdrohungen zu unterminieren:

Islamic leaders in the UK have called the documentary offensive, adding it will anger Muslims.

Und wütende Moslems kann sich Großbritannien nun wirklich nicht leisten, würde das doch wieder einmal zeigen, wie unfair der Islam im Königreichs behandelt wird. Schließlich sind religiöse Gefühle ja weitaus wichtiger als z. B. die von Schwulen, welche sich von der Religion des Friedens schon mal folgendes anhören durften:

One preacher called for adulterers, homosexuals, women who act like men and Muslim converts to other faiths to be killed, saying: „Kill him, kill him. You have to kill him, you understand. This is Islam.“

The original January 2007 Undercover Mosque documentary showed preacher Abu Usamah at Green Lane Mosque in Birmingham calling for gay people to be executed.

„If I were to call homosexuals perverted, dirty, filthy dogs who should be murdered, that’s my freedom of speech, isn’t it?“ he told followers.

A scene also showed a preacher calling for people to „take that homosexual and throw him off a mountain.“

Ja, die Hüter der reinen islamischen Lehre  gehen mal wieder in die Vollen und man kann nur den Mut bewundern, mit dem moslemische Lesben und Schwule versuchen, ihr religiöses Verständnis und ihre Liebe gegen die barbarischen Ansichten ihrer Glaubenskollegen zu verteidigen.

Channel 4 ist glücklicherweise bis jetzt noch nicht eingeknickt:

A spokeswoman said: „This is a sensitively made documentary that has played to critical acclaim at film festivals internationally and is a legitimate area for a documentary film-maker to explore.“

Bleibt nur zu hoffen, dass die Toleranz gegenüber religiösen Gefühlen auch in Zukunft weniger Legitimation hat, als eine Filmdokumentation über die Liebe von Menschen im Hier und Jetzt.

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