Terror aus Gewissengründen

31 Jul

Ein muslimischer Soldat der USA hatte im vergangenen Jahr

eine Freistellung aus Gewissensgründen beantragt, da sein Glaube ihm einen Kampfeinsatz verbiete. Im Frühjahr hatte ein Militärausschuss seine Entlassung empfohlen. Im Juni 2011 war er jedoch wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt und seine Freistellung verschoben worden.

Nun wurde der Mann festgenommen. Er hatte

offenbar einen Anschlag auf den texanischen Militärstützpunkt Fort Hood geplant. In einem Motelzimmer in der Nähe der Kaserne seien Waffen, eine große Menge Munition sowie eine Bombe in einem Rucksack sichergestellt worden, teilten die US-Streitkräfte in einem Warnhinweis an alle Einheiten des Heeres mit.

Das Problem des frommen Mannes scheint also nicht der Kampfeinsatz an sich zu sein, sondern das Ziel desselben.

Der eigentliche Knüller an der Meldung war aber die Überschrift in der Welt:

Pädophiler US-Soldat plante Anschlag auf Fort Hood

Was hat die mutmaßliche sexuelle Präferenz des Mannes mit dem geplanten Anschlag zu tun? Hätte man, wenn er als Heterosexueller bekannt gewesen wäre, das getitelt?

Heterosexueller US-Soldat plante Anschlag auf Fort Hood

Oder ist das jetzt kultursensibler Journalismus, wie wir ihn in Zukunft noch häufiger zu erwarten haben?

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3 Antworten to “Terror aus Gewissengründen”

  1. Werner 1. August 2011 um 08:14 #

    Bei allem Respekt, das was du hier geschrieben hast ist in meinen Augen Nonsense. Zum einen halte ich vom Ausdruck „Präferenz“ wenig bis gar nichts. Ich kann zum anderen auch die sexuelle Präferenz hin zu toten Menschen haben usw. usf.- das hat rein gar nichts mit etwaigen Orientierungen zu tun und stellt in meinen Augen nur eine politische korrekte Anpassung im Neusprech dar. Des Weiteren würde der Ausdruck „Präferenz“, welche per definitionem änderbar ist, auch gegen eine homosexuelle Orientierung sprechen.

    Hast du eine homosexuelle Präferenz oder Orienitierung?

    Des Weiteren ist in meinen Augen schon zwischen einem Mann, welcher pädosexuell ist und dies nicht lebt und einem Mann der pädosexuell ist und sich Kinderpornos lädt oder Schlimmeres zu unterscheiden. Bei zweiterem habe ich keine Toleranz jeglicher Art. Wenn die reißerische Presse dann darauf hinweist, dann ist dem so. Da nützt politisch korrektes Gewäsch nun mal nicht immer etwas.

    Für mich ist der eigentliche Knüller, dass du so etwas noch schreiben kannst, ohne gleich als islamphober Beitragstäter bei eventuell stattfindenden, zukünftigen Terrorereignissen abgestempelt zuwerden.

    • Damien 1. August 2011 um 10:07 #

      @Werner: Die sexuelle Präferenz/Neigung/Ausrichtung hat nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun, da ist sich die Wissenschaft einig.
      Die Benennung des Soldaten als pädophil in der Artikelüberschrift schien mir eben nicht Ausdruck einer „reißerischen Presse“, sondern des Versuchs, in der Überschrift die Religion nicht zu benennen. Das halte ich für politisch korrekt, journalistisch aber für fragwürdig.

  2. Werner 1. August 2011 um 11:44 #

    Aha, ok – diese Ansicht teile ich. Ich dachte, du wolltest es so verstanden wissen, dass hier diese Person auf Basis seiner sexuellen Präferenz, um dabei zu bleiben, diskriminiert würde. In der Tat ist es wohl nicht mehr von der Hand zu weisen, dass diese vorbereitete Tat mit SEINER Auffassung des Islam, um ganz politisch korrekt zu sein, korreliert.

    Was ich allerdings nicht verstehe, wie man immer noch behaupten kann, dass dies aus den Suren nicht ableitbar ist – noch dazu, wo die Hauptrichtung im Islam in der Auslegung in meinen Augen viel näher an den Urtexten ist als die römisch-katholische Kirche ihrerseits an den Texten des Neuen Testaments. Würde man so etwas im Neuen Testament finden, wäre der Jammer wieder groß:

    „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf !“ (Koran, Sure 9,5)“

    Und seien wir einmal ehrlich, ich meine, wenn du „Koran und Homosexualität“ googelst, findest du sofort Fragen an irgendwelche Scheikhs, die wirklich lauten, ob man Homosexuelle töten darf und dafür belohnt wird oder nicht.

    http://www.basseera.de/faa/fiqh-f/strafe-und-gerichtsurteile/homosexualitaet/448-das-toeten-von-homosexuellen.html

    Aber na klar, der Papst agiert menschenverachtend und wer den Islam, ob solcher Stellen kritisiert ist islamophob.

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