Wie „Pro Ethik“ linken Rassismus fördert

26 Apr

Gleich bei mir um die Ecke warb heute der Berliner LSVD „Pro Ethik – Contra Homophobie“. Wenn das nicht mal ein Fehlschluss ist:

Denn im Ethik-Unterricht wird, so erfahren sie es in der Schulpraxis, die Religion des linken Atheismus gelehrt. Die angebliche weltanschauliche „Neutralität“ des Faches können sich seine Befürworter eben nur auf der Basis eines Rationalismus vorstellen, der alle Religionen gleich absurd findet. Allerdings schneidet das Christentum dabei im Zweifelsfalle immer noch ein kleines bisschen schlechter ab als der Islam. Weil er die Zuwanderer im Grunde für schutzbedürftige Zurückgebliebene hält, gesteht selbst der dogmatischste linke Lehrer ihnen noch spirituelle Bedürfnisse zu, die er bei seinem deutschen Nachbarn lächerlich und verdammenswert findet.

Soweit Matthias Heine in einem lesenswerten Text in der Welt.

5 Antworten zu “Wie „Pro Ethik“ linken Rassismus fördert”

  1. Adrian 26. April 2009 um 09:29 #

    Zitat aus dem Text:

    „Dabei kann man doch an jeder Straßenecke sehen, wie herrlich weit der amtliche Atheismus die Stadt gebracht hat. Angesichts der seelischen, geistigen, ökonomischen und zivilgesellschaftlichen Verwahrlosung wäre doch eigentlich etwas mehr Demut angebracht. Aber Demut ist eben etwas exklusiv Christliches.“

    Da könnte man sich als Ungläubiger ja fast beleidigt fühlen, dass mein Atheismus dafür mitverantwortlich sein soll, dass Berlin eine Proll-Stadt ist, von Prolls, mit Prolls, für Prolls.
    Aber schön, soll Herr Heine den Berlinern die exklusiv christliche Demut lehren. Ich schlage vor er fängt bei den Migranten in Kreuzberg an, und arbeitet sich dann durch Neukölln, über Moabit bis Wedding durch.

    Erste Maßnahme für die Gesundung Berlins: Volksabstimmung für ein Pflichtfach „Christentum“!

  2. Steven 26. April 2009 um 13:46 #

    Ich frage mich gerade, seit wann die Christenheit (oder heißt es: das Christentum (?)) die Demut für ich entdeckt hat.

  3. Thommen 26. April 2009 um 16:33 #

    Es ist einfach schön, immer mal wieder gegen Linke oder Rechte höhnen zu können. Das ist mir zu einfach, auch wenn es immer mal wieder jemanndem persönliche Befriedigung verschafft…

    Wir sollten akzeptieren lernen, dass ein Glaube nur das ausfüllt, was wir (noch) nicht wissen (können). Nicht alle können damit leben. Weder rechts noch links…

  4. Adrian 26. April 2009 um 17:11 #

    @ Thommen

    Ist es nicht so, dass die politische Linke eine sehr stark verwurzelte Religionskritik hat, die aber vorzugsweise an allen Varianten des Christentums abgearbeitet wird, während der weitaus kritikwürdigere Islam aus Gründen des „Antirassismus“, „Antiimperialismus“ oder einfach nur einer naiven Dritte-Welt-Romantik, gepaart mit antiliberalen Versatzstücken mehr oder wenig gestreichelt wird?

    Wieso gesteht man den Moslems ihre Religion als „Identität“ zu, Christen aber nicht? Etwa um zu verhindern, dass Moslems sich verwestlichen, und damit nicht mehr als ideologische Kampfreserve gegen die dekadente kapitalistische bürgerliche Demokratie zur Verfügung stehen?

  5. xv22 28. April 2009 um 18:52 #

    Das ist Verallgemeinerung. Ich würde mich als politisch „links“ bezeichnen (so ich mich klassifizieren müsste) und lehne sowohl christliche als auch islamische Einflussnahmen auf mein Leben ab.

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