Mit Intoleranz zur Toleranz?

27 Jul

Auch auf die Gefahr hin, mich mal wieder unbeliebt zu machen. Was Jennifer Keeton widerfahren ist, gehört sich einfach nicht.

Die junge Dame hat ihre Universität verklagt, weil diese sie gezwungen habe, ihre homophoben Ansichten zu ändern; Ansichten, die sie mit ihrem Glauben rechtfertigt. Die Universität stellte sie vor die Wahl, dass wenn sie nicht bereit sei, bestimmte Bedingungen zu erfüllen, sie der Lehr- und Lernanstalt verwiesen werde. Zu den Bedingungen gehörten die Teilnahme an einem „Sensibilisierungsseminar“, an einer Gay-Pride-Parade und ein monatlicher Bericht über die „Fortschritte“ der Umerziehung. Wirklich erstaunlich, dass man sie nicht auch noch genötigt hat, ein paar Monate lang eine lesbische Beziehung zu führen…

Nein, bei solchen Auswüchsen aufgezwungener Toleranz kann ich nur den Kopf schütteln. Es ist einfach nicht richtig.

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5 Antworten zu “Mit Intoleranz zur Toleranz?”

  1. Ralf 28. Juli 2010 um 10:59 #

    Anders als vielleicht von Dir erwartet, erntest Du von mir dieses Mal keine Ablehnung. Ich halte solche maoistischen Umerziehungsversuche für schlichten Blödsinn. Richtige Reaktion wäre gewesen, die Dame wegen ihrer homofeindlichen Aussagen zu verwarnen und sie bei Wiederholung zu exmatrikulieren. Es gibt in den USA genug Bildungseinrichtungen, die geistig im Mittelalter leben. Dort kann sie studieren.

  2. prediger 28. Juli 2010 um 17:40 #

    ich halte das für ein fake.

    die anschuldigungen entsprechen allzu sehr den paranoiden horrorphantasien der us-amerikanischen evangelikalen rechten, um wahr zu sein. bisher stützt sich die darstellung allein auf die behauptungen der klägerin. und die kann viel behaupten.

    es wäre nicht die erste frei erfundene lügengeschichte, die von interessierter seite lanciert wird, um die gefahr einer neuen christenverfolgung heraufzubeschwören.

    ich kann das nicht belegen. aber ich würde noch weitere veröffentlichungen abwarten, bis ich glaube, dass es wirklich so passiert ist.

  3. Dirk 28. Juli 2010 um 17:42 #

    Das würde ich etwas anders sehen. Das Mädel wollte nämlich nicht Ingenieurin oder Diplomfriseuse, sondern Sozialberaterin oder sowas werden. Wie könnte sie da einen hilfesuchenden Schwulen oder eine Lesbe richtig beraten, wenn sie Homosexualität irgendwie echt total schlimm findet?!
    In sofern hat die Schule richtig gehandelt. Ein Biologie-Student ist schließlich auch fehl am Platz, wenn er meint, Gott hätte die Welt vor 4000 Jahren in sieben Tagen erschaffen.

  4. prediger 28. Juli 2010 um 18:16 #

    in folgendem artikel z.b. wird die sache schon ein wenig differenzierter dargestellt. uni-vertreter bestreiten die darstellung der studentin. auch dirks obiger einwand wird hier bestärkt:

    „[Keeton:] „They have required a remediation plan in which the end result would be me altering my beliefs or being dismissed from the program.“

    In a letter to Keeton, program directors say that is not the case.

    In the letter, associate director Mary Jane Anderson-Wiley points to what she calls Keeton’s „belief that you possess a special knowledge about the way that other people should live their lives, and that others need to adopt a similar set of values.“

    The letter goes on to say that „the content of [Keeton’s] moral or religious beliefs is not in question.“

    According to the remediation plan, program directors are concerned about Keeton’s ability to effectively council people who are gay or lesbian, citing class papers and comments where Keeton has disagreed with the gay „lifestyle.“ “

    http://www.towleroad.com/2010/07/antigay-student-claims-school-forced-her-to-accept-homosexuality.html

  5. Adrian 28. Juli 2010 um 18:36 #

    Hmmm, nichts was die Unileitung in ihrem Brief sagt, schließt Keetons Darstellung der Sachlage aus.

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