Eliminierung der Subjektkonstituierung

4 Mai

Wenn Anhänger der Religion des Friedens sich zusammenschließen um ethische Werte zu verteidigen, ist es ratsam, in Deckung zu gehen. Denn üblicherweise bleibt bei einem solchen Vorhaben die Ethik auf der Strecke. So auch im Senegal, wo islamische Geistliche sich nichts sehnlicher wünschen, als Schwule zu töten:

Bamar Gueye erklärte, eine Geheimlobby versuche, die Zustimmung des Senegal zur UNO-Deklaration gegen die Diskriminierung und allgemeinen Entkriminalisierung von Homosexuellen zu erreichen. Mehr als 20 islamische Vereinigung und religiöse Führer hätten sich am Mittwoch getroffen, um eine dauerhafte Struktur ins Leben zu rufen, die dem entgegenwirke. Der Prophet Mohammed habe gesagt: „Wenn euch Leute unterkommen, die dabei sind, die Praktiken des Volkes Lot zu praktizieren, tötet sie.“

Und wenn der olle Mohammed das gesagt hat, dann muss dem natürlich Folge geleistet zu werden. Denn selber zu denken, das steht einem Moslem nicht zu und hätte vermutlich eine Abmahnung wegen „Islamophobie“ zur Folge.

Mamadou Lamine Diop, der populäre Imam eines Vororts von Dakar, sprach sich kurz darauf vor Journalisten direkt dafür aus, Schwule, die ihre Sexualität ausleben, zu töten: „Das sind Leute, die es verdienen, (…) die Friedhofsstille zu teilen (…) dass sie ganz einfach eliminiert werden.“

Was allerdings nicht so schlimm klingt, wie es hier rüber kommt. Denn erstens meinen es Imame nie so, zweitens war es bestimmt ein Übersetzungsfehler und drittens haben andere Länder eben andere Sitten. Man vergesse auch nicht die islamische Kritik an der Subjektkonstituierung sowie ihre Ablehnung der Konstruktion einer binären Sexualität im Zuge des westlichen Moderne, Dingen also, die es der Religion des Friedens unmöglich machen, Schwule nicht umbringen zu wollen.

2 Antworten zu “Eliminierung der Subjektkonstituierung”

  1. ujaldi 5. Mai 2009 um 12:29 #

    Ist doch immer wieder faszinierend wie Islamisten das Recht auf Toleranz für sich in Kauf nehmen, davon aber nicht die geringste zeigen.

    Da möchte man ja fast schon in das gleiche Horn mit Radikalisten stoßen die den Islam generell verurteilen. Bin aufgrund solcher Vorkommnisse ja glatt versucht ne Bettwäsche herauszugeben die auf den Mohammed Karikaturen basiert. Frei nach dem Motto: „Wenn Mohammed dich nicht mit deinem Freund schlafen läßt, solltest du zumindest mit Mohammed schlafen können!“

Trackbacks/Pingbacks

  1. Weg damit! « Steven Milverton - 5. Mai 2009

    […] ersichtlich, sind drei Schritte erforderlich. In einem ersten Schritt sind schwule Männer zu ermorden. In einem zweiten Schritt sind vorsichtshalber alle Männer zu ermorden, die schwul sein könnten […]

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