Liebe, und tue was du willst!

5 Mai

Von Kirchen und christlichen Gruppen, die für die „Homo-Ehe“ einstehen, will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania kein Geld annehmen.

Das nenne ich konsequent, da die Kirche auch sonst die Reihen fest geschlossen hält und

Personen in schwulen oder lesbischen Lebensgemeinschaften von der Mitarbeit aus(schließt).

Eher inklusiv arbeitet die evangelische Andreasgemeinde in Niederhöchstadt. Dort gab es eine Woche nach Ostern eine ganz spezielle Auferstehung des Fleisches:

Der Gottesdienst am 11. April zum Thema „Reges Verkehrsaufkommen – ein total unverkrampfter GoSpecial über Sex“ hatte zu kritischen Rückfragen auch von idea-Lesern geführt, weil nach dem Gottesdienst unter den 400 Besuchern 120 Exemplare der Männerzeitschrift „Playboy“ verteilt worden waren.

Gemeindepastor Kai S. Scheunemann begründete die besondere Aktion in dem besonderen Gottesdienst jetzt mit den Worten:

Der GoSpecial ist ein Gottesdienst für Playboy-Leser – nicht für idea-Leser.

Scheunemann weiter:

Nicht ein Verhalten mache Menschen zu Christen, sondern ihr Verhältnis zu Jesus Christus. Hier gelte das Wort des Kirchenvaters Augustinus: „Liebe, und tu was du willst!“

Genau entgegengesetzt argumentieren und handeln der evangelische Ethik-Professor Rainer Mayer und der katholische Pastoraltheologe Prof. Hubert Windisch, die jetzt eine Aktion gegen christliche Lesben und Schwule gestartet haben. Vorausgegangen war die Kritik theologisch konservativer Organisationen an Veranstaltungen von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern beim Ökumenischen Kirchentag in  München. Doch weil es manchen Christenmenschen nicht genug Hetze gegen Homosexuelle geben kann, legen sie jetzt mit einer elektronischen Unterschriftenaktion nach. Dort können auch theologisch Unbedarfte ihre Abscheu gegen die der Volksgesundheit Schöpfungsordnung zuwider lebenden Subjekte zum Ausdruck bringen. Nicht folgenlos, denn die gnadenlose Abwertung anderer Menschen wird mit der Aktion hundertfach reproduziert, aber doch bequem, da keiner der Unterzeichner den verurteilten Kreaturen dabei ins Gesicht blicken muss. Promotet wird die Aktion auf medrum.de. Doch darüber ein anderes Mal mehr, sonst wird mir endgültig schlecht.

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