Die Freiheit zu l(i)eben

26 Jan

Der „Sex and the City“-Star Cynthia Nixon („Miranda“) hat unter Schwulen und Lesben offenbar einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Anlass sind Äußerungen  über Ihre Beziehung zu Männern und Frauen . Nixon hat jahrelang eine Beziehung mit einem Mann gehabt und lebt nun mit einer Frau zusammen.

Es ist äußerst schwer aus dem Wust von Berichten, die alle ein wenig anders zitieren und übersetzen, den eigentlichen Zusammenhang herauszufiltern, doch offenbar hat Nixon folgendes verlauten lassen: Weiterlesen 

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Ist Homophobie normal?

25 Jan

Nachdem ich eine Zeit lang mit der Idee geflirtet habe, Geschlechterrollen seien weitgehend kulturell bestimmt, bin ich mittlerweile wieder auf der anderen Schiene gelandet. Als Biologie im Herzen, ist es für mich im Grunde genommen nicht tragbar, einer These zuzustimmen, die behauptet, der Mensch komme als geschlechtsloses Neutrum zur Welt, welches lediglich durch kulturelle und gesellschaftliche Einflüsse zum Mann oder zur Frau gemacht wird. Dabei lässt sich bei allen höheren Säugetieren, insbesondere bei Affen, klar erkennen, dass Männchen und Weibchen sich im Verhalten unterscheiden. Warum sollte das beim Menschen anders sein, der schließlich auch nur ein Affe ist?

Natürlich hat der Mensch als kulturelles Wesen eine Fülle von Möglichkeiten, seine Geschlechtsrolle auszugestalten, aber bestimmte Grundmuster scheinen in der Tat determiniert zu sein, was auch logisch ist, wenn man sich vor Augen hält, warum es überhaupt Geschlechter gibt: zur Mischung des Genpools zum Zwecke der Reproduktion. Und man kann sich der Tatsache schlechterdings nicht verschließen, dass – rein biologisch versteht sich – Männer zum Besamen da sind und Frauen zum gebären und dazu, den Nachwuchs über die ersten kritischen Monate zu helfen, weil eben nur Frauen in der Lage sind, die Neugeborenen mit Nahrung zu versorgen, sie also zu stillen, bzw. um es biologisch auszudrücken, zu säugen.

Wenn es den Mann aber zum Besamen gibt (wozu sollte es ihn als Mann auch sonst geben?) und die Frau zum Gebären und Säugen (und wozu sollte es sie als Frau sonst geben?), wenn also nur der Mann besamen und nur die Frau gebären und säugen kann, dann ist es doch nicht unlogisch zu behaupten, dass diese unterschiedlichen Aufgaben sich auch in bestimmten, biologisch verankerten, unterschiedlichen Verhaltensmustern wiederspiegeln.

Ich habe keine Ahnung ob diese Verlautbarungen meinerseits Schockwellen durch unsere Leserschaft jagen werden, mit Befremden werden sie sicherlich von denen aufgenommen werden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Geschlechter zu dekonstruieren oder zu beweisen, dass es so etwas wie Zweigeschlechtlichkeit nicht gibt.

Mit einem dieser Exemplare, einem gewisser „Jason“ hatte ich kürzlich einen kurzen Schlagabtausch auf dem Blog „Alles Evolution“. In diesem Schlagabtausch habe ich mein Herz sprechen lassen und all das ausgebreitet, was ich vor einigen Jahren nicht einmal mir gegenüber eingestanden hätte.

Ich begann unseren dualen Schlagabtausch mit folgenden Worten: Weiterlesen 

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MSM

25 Jan

Ein Schwuler, der nicht schwul sein will, hat ein Buch über Bisexuelle geschrieben. Ein Bisexueller hat das Buch in seinem Blog verrissen. Jetzt ist der Schwule, der nicht schwul sein will, beleidigt. Die ganze Diskussion findet sich hier. Der lesenswerte Verriss auch.

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Für Albert

24 Jan

Schon einmal von „Spiral Dynamics“ gehört? Auf der Grundlage dieses kultursoziologischen Modells haben drei Theologen das Buch Gott 9.0 – Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird verfasst. Sie beschreiben darin die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und eben auch die von Glauben und Religionen anhand von Stufen, die die Menschheit durchläuft, für die jeweils eine Farbe vergeben wird. Spannend daran finde ich u.a. die Idee, dass sich in dieser Entwicklung „Ich“ und „Wir“-Stufen abwechseln. Wenn sich eine „Wir“-Stufe überholt hat und Einzelne sich auf der Suche nach etwas Befriedigerendem daraus lösen, beginnt damit eine neue „Ich“-Stufe. Wenn diese Ichs eine kritische Masse erreicht haben, entwickelt sich daraus die nächste Stufe, eine „Wir“-Stufe. Weiterlesen 

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Der „andere“ Friedrich

24 Jan

Wir in der Mark Brandenburg (einschließlich Berlin) mögen unseren Preußenkönig Friedrich II. Das hat einerseits natürlich mit dem beachtlichen geschichtlichen Wirken des „alten Fritz“ zu tun, der aus der Streusandbüchse der deutschen Landen eine europäische Großmacht geformt hat, die sich in ihrer Hochzeit von Köln bis nach Memel erstreckte. Es hat aber auch – etwa im Gegensatz zu Bayern – mit unserem Mangel an Traditionen und Bräuchen zu tun, ein Mangel der uns umso ehrfürchtiger zu großen historischen Namen aufblicken lässt.

Diese Jahr, an diesem Tag, feiert die Mark den 300 Geburtstag Friedrich II. Viel wird die Rede sein, von seinem Wirken als respektabler Staatsman, als Künstler und militärisches Genie, als „Diener des Staates“, als einem modernen Monarchen, der sich der Aufklärung verschrieb.

Preußen hat seinen Nimbus als Ursprung und roter Faden der nationalsozialistischen Barbarei verloren. Das ist gut so! Nun ist es Zeit sich auf das Privatleben der Hohenzollern zu konzentrieren. Zugegeben in Schwulenkreisen ist die Homophilie Friedrichs seit jeher ein offenes Geheimnis. Doch wer hätte gedacht, dass dies sozusagen in der Familie lag?

Die Historikerin Eva Ziebura gestattet uns jedenfalls interessante Einblicke in eine Geschichte, vor denen es kulturkonservativen Rittern des Abendlandes grausen muss. Lesenswert!

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Sexuelle Revolution in South Carolina

22 Jan

Die republikanischen Anhänger im Bundesstaat South Carolina haben entschieden, dass es an der Zeit ist, mit überkommenen Vorstellungen von der Heiligkeit und der biblischen Unantastbarkeit der Ehe Schluss zu machen. Deshalb haben sie Newt Gingrich zum Favoriten um das Präsidentenamt gekürt – einem ausgewisenen Ehebrecher und Anhänger offener Beziehungen.

Wenn das so weitergeht, wird aus South Carolina noch ein zweites San Francisco…

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Männlich in den Tod

21 Jan

Mark Steyn ist ein konservativer Kolumnist, der schon seit Jahren den Untergang des Westens an die Wand malt, wobei er seinen Fokus auf Europa legt und dessen Unwilligkeit, die Bedrohung durch eine politischen Islam zu erkennen und gegen sie vorzugehen. So weit kann ich ihm zustimmen.

Was mir an Steyn missfällt ist allerdings jener dröger Kulturkonservatismus, der allzu schnell in Vorwürfe der Dekadenz gegenüber dem Westen im Allgemeinen und Europa im Besonderen zum Tragen kommt: Männer seien keine Männer mehr, Frauen keine Frauen mehr, zu wenige Kinder würden geboren und nun darf auch noch ein jugendlicher Transvestit den weiblichen Pfandfindern beitreten, weil er sich eher als Mädchen identifiziert.

Ja, es sind fürwahr schreckliche Zeiten in denen wir leben, zumal wenn man sie mit den Zeiten vergleicht, als Männer eben noch Männer waren – wie z. B. damals auf der „Titanic“: Weiterlesen 

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Brot und Boden

21 Jan

Da sind also in Berlin heute einige Tausend Demonstranten auf die Straße gegangen, um gegen die „Agrarindustrie“ zu demonstrieren. Wohlstandsverwöhnte Großstädter, die in ihrem Leben noch keine Hacke und keine Mistgabel in der Hand gehabt haben, und die den Unterschied zwischen Weizen- und Mutterkorn nicht kennen, fordern doch tatsächlich:

„Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“.

Die Demonstranten selbst verbinden natürlich mit Bauernhöfen nichts weiter als den Hahn der auf dem Mist kräht, das güldene Getreide das sich im Wind wiegt, den stattlichen Kirschbaum im Vorgarten und putzige Ferkel, die man auf den Arm nehmen und streicheln kann. Weiterlesen 

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„Gay Rights are Human Rights“

16 Jan

Am 6. Dezember 2011 hielt US-Außenministerin Hillary Clinton eine Rede vor dem Menschenrechtsrat der UNO in Genf, um für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bis und Transgendern zu werben:

Die komplette deutsche Übersetzung der Rede kann hier nachgelesen werden.

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Natursekt für Anfänger

14 Jan

Nein, Bonner General-Anzeiger, „golden shower“ wird eher nicht mit „goldener Schauer“ übersetzt. Wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre, würde ich ja sagen, ich habe mich vor Lachen bepisst bei Eurer gestrigen Übersetzung.

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