Tag Archives: Abgründe schwuler Ideologie

Allein im schwulen Raum

1 Dez

Schwul zu sein ist kein Lebensstil, kein Beruf, keine Weltanschauung. Es ist einfach nur eine sexuelle Orientierung, ein simples romantisch-sexuelles Begehren eines Mannes zum eigenen Geschlecht.

Eine Binsenweisheit? Mitnichten! Seit Aufkommen der Schwulenbewegung artikulieren sich Stimmen, die sich mit der Tatsache der Homosexualität als sexueller Orientierung einfach nicht abfinden können. Da wären einerseits die homophoben Elemente jedweder Coleur, die aus der Homosexualität eine Dekadenzerscheinung, eine Sucht, eine Krankheit machen wollen.

Und auf der anderen Seite? Nun, dort tummeln sich eine Fülle zumindest politisch links stehender, oftmals im geistes- oder sozialwissenschaftlichen Bereich tätige Persönlichkeiten, die aus der Homosexualität so etwas wie eine Weltanschauung oder Kultur und aus Schwulen eine Art neuen Menschen kreieren wollen.

Zu ihnen gehört offenbar auch Prof. David Halperin, Professor für englische Literatur an der University of Michigan in Ann Arbor, der tatsächlich der Meinung ist, es gäbe so etwas wie eine schwule Kultur, die es zu pflegen gilt, und dass Homosexualität einerseits und schwul sein andererseits nicht das gleiche ist. In einem Interview mit dem Magazin „Männer“ erklärt er näheres hierzu, wobei queer.de einige Auszüge veröffentlicht hat: Weiterlesen

Lieber schwul als queer

25 Sep

Das Berliner Szenemagazin „Siegessäule“ beschäftigt sich in seiner Septemberausgabe mit dem angeblichen Umstand, dass sich immer weniger Schwulen und Lesben tatsächlich als schwul oder lesbisch identifizieren und sich statt dessen anderen Begrifflichkeiten bzw. Identitätskategorien zuwenden, vorzugsweise der Identitätskategorie „queer“, die für sich allerdings den Anspruch erhebt, eben keine Identitätskategorie zu sein, faktisch aber doch eine ist, weil sie sich ja von anderen Kategorien abgrenzt.

Das klingt kompliziert? Ja, das ist es auch. Und zwar so richtig. Denn auch nach mehrmaligem Lesen, bin ich immer noch nicht dahinter gekommen, wo genau denn das Problem an den Begriffen „lesbisch“ und „schwul“ sein soll. Ich verstehe es einfach nicht. So auch  nicht den 22jährigen Finn, der über sich erzählt: Weiterlesen

Ein bisschen Spaß muss sein

21 Okt

Wer ist eigentlich John Waters? Ach ja, irgendso ein Künstler, der auf Grund seines Künstlerstatus zur Intelligenz gezählt wird. Fragt sich bloß, warum eigentlich:

Sie haben vor kurzem in einem Interview gesagt, Sie seien gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen, wenn Gleichberechtigung bedeutet: heiraten und zur Armee gehen.

WATERS: Diese Aussagen waren ein Witz. Ich würde niemanden wählen, der Schwulen ihre Rechte streitig macht.

Na hoffentlich. Weiterlesen

Ganz ganz unten

2 Okt

Graham Norton, britischer TV-Moderator, soll sich diskriminierend gegenüber Lesben geäußert haben. Was genau er gesagt haben soll, wird allerdings nicht überliefert. Dafür erhalten wir gleich zwei Einblicke in die Abgründe der Logik. Zum einen erwartet man von einem Schwulen offenbar keine abwertenden Äußerungen gegenüber Lesben. Warum eigentlich?

Das lustige an der Sache: Norton ist selber homosexuell und versteht die ganze Aufregung nicht.

Zum anderen zeigte sich Norton in seiner „Verteidigung“ als recht kreativ, was die Bedeutung des Wörtchens „ganz“ angeht: Weiterlesen

Schwul ist ihm nicht schwul genug

2 Sep

Elmar Kraushaar, seines Zeichens Berufsschwuler der „taz“, hat wieder mal was zu meckern. Dieses Mal geht es um schwule Politiker, die – grande catastrophe – nicht schwul genug sind, um den Beifall des Herrn Kraushaar würdig zu sein:

…zwei bei der Oberbürgermeisterwahl in Köln, einer im Kompetenzteam von Frank-Walter Steinmeier, und gleich acht hat das Homo-Magazin Männer ausgemacht, die in den Bundestag gewählt werden wollen, um sich dort zu den anderen acht zu gesellen, die bereits einen Abgeordnetensitz erobert haben.

Ein bunter Reigen von Politschwestern also, allerdings mit dem klitzekleinen Wehrmutstropfen, dass niemand von ihnen bereit ist, den Direktiven von Kraushaar zu folgen und  jeden Tag von seiner Homosexualität zu reden und „Schwulenpolitik“ zu betreiben. Weiterlesen

Eine wirkliche Zivilgesellschaft

29 Mai

Die USA beeindrucken mich immer wieder. Tausende sind nach dem Urteil des Obersten Gerichtshof von Kalifornien auf die Straße gegangen um erneut gegen die Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu demonstrieren.

Und Deutschland? Die Ungleichbehandlung unserer Partnerschaften – seit 2001 rechtlich institutionalisiert – schert offenbar niemanden. Nein, hier pilgert man lieber mit gekreuzigten Schweinen und Farbbeuteln nach Marburg, um wegen einer Handvoll evangelikaler Scharlatane, den antichristlichen Kulturkampf auszurufen.

Und wahrscheinlich werden wir immer noch mit Schweinen und Gummipuppen vor den Kirchen hocken, wenn unsere Kollegen in den USA längst den kirchlichen Segen erhalten.

„Deutsche Polizisten schützen die Sexisten“

22 Mai

So die üblichen Verdächtigen unter den Demonstranten gegen den Kongress in Marburg. Demonstranten, von denen man wieder einmal den Eindruck bekommen muss, als gehe es ihnen nicht um das berechtigte Anliegen einer selbstbestimmten Liebe und Sexualität, sondern um Politik und das Aufmachen einer Front gegen alle antirevolutionären Elemente. Kindische Plakate wie „Smash Homophobia“ und aufblasbare Sexpuppen waren natürlich auch dabei, alles dazu angetan, der Mehrheitsgesellschaft erneut zu suggerieren, bei der Schwulenbewegung handelt es sich um eine Spätausgabe postpubertierender, verwöhnter Reihenhausschnösel, die demonstrieren, weil sie ansonsten nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen. Und dass es die Aufgabe der Polizei ist, einen genehmigten Kongress zu schützen, haben diese clownesken Berufsprotestierer immer noch nicht verstanden.

Etwa 1000 Menschen zogen gestern mit Luftballons, Regenbogenfahnen und grellen Perücken durch die Marburger Innenstadt, um gegen den Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge zu protestieren. Im Vorfeld waren mehr als 40 christliche und private Häuser mit Parolen beschmiert worden.

Wie schön! Das wird unsere Gegner überzeugen, wie falsch sie liegen und sie erneut animieren, den nächsten Text über den Totalitarismus „der Schwulen“ noch schneller zu veröffentlichen als bisher geplant.

Wie der Paragraf 175 uns Schwule vor dem bösen Mainstream schützte

14 Apr

Schwule sind dämlich. Schwule sind egozentrisch. Schwule sind so was von schwul: Kämpfen für Gleichberechtigung. Für das Recht auf Adoption. Für die Ehe. Wie spießig! Findet Rupert Everett:

Er selbst würde höchstens ein Pflegevater sein oder adoptieren. „Aber dass diese Idee der Vaterschaft uns schwulen Männern aufgedrängt wird, ist Blödsinn. Ehe? Babys? Macht mal ´nen Punkt. Ich wünsche mir, dass das illegal ist. Ich will außerhalb des Mainstream leben.“

Wie anstrengend: Immer erst erkunden was gerade der „Mainstream“ ist und dann genau das Gegenteil machen. Der Wahnsinn gewisser Menschen, allen anderen eine bestimmte Art zu leben vorzuschreiben findet in Everett einen traurigen Höhepunkt. Andererseits denkt er nicht konsequent zu Ende: Wie wäre es denn, Mr. Everett, sich gleich dafür einzusetzen, dass Homosexualität strafrechtlich wieder verfolgt wird? Dann würden Schwule so richtig außerhalb des bösen Mainstream leben und Sie und ihresgleichen wären endlich zufrieden.

Schöne schwule Einfalt

21 Mrz

Ein amerikanischer Ringkämpfer, der aufgrund eines in einem schwulen Pornoportal veröffentlichten Wichsvideos einigen Ärger hatte, hat sich als heterosexuell geoutet.

„Ich bin hetero, aber in den Internetforen reißen die Leute viele Schwulenwitze über mich. Das ist mir aber egal“, erklärte Donahoe in einem Interview mit dem „Boston Globe“.

Die ganze Aufregung um das Video versteht Donahoe bis heute nicht:

Ich hab nichts Illegales getan. Ich hab niemandem wehgetan. Ich denke, ich habe hier keine Fehler gemacht. Warum sollte ich mich bei jemandem entschuldigen?.

Die Entscheidung seiner ehemaligen Uni, ihn wegen des Videos von der Hochschule zu verweisen, findet er angesichts von nicht geahndetem Fehlverhalten Anderer nicht nachvollziehbar:

Ich denke, es war unfair von Nebraska, mich rauszuschmeißen. Erstens, gibt es viele Athleten im Team, die mit Alkohol am Steuer erwischt wurden oder in Schlägereien verwickelt waren. Das ist für die Uni-Bosse wohl in Ordnung. Aber sich nackt filmen zu lassen ist deren Ansicht nach wohl schlimmer als betrunken Auto zu fahren und das Leben anderer zu riskieren.

So weit, so sympathisch. Merkwürdig ist allerdings die Überschrift, unter der die Meldung bei queer.de zu finden ist: Weiterlesen

In rosa Stahlgewittern

1 Mrz

Die taz wird 30, die siegessäule 25 und nicht mal Praunheim hält endlich die Klappe:

Wer wie Kerkeling und Biolek berühmt ist und zu einer Gruppe gehört, die diskriminiert, gemobbt und verprügelt wird, hat kein Privatleben im herkömmlichen Sinn. Sein Privatleben ist immer politisch. Er darf keine Angst vor dem Karriereknick haben und sich anpassen. Er hat die Pflicht, an die Öffentlichkeit zu gehen.

So weit, so bekannt, so unsympathisch. Auch seine Jugenderinnerungen sind wenig appetitlich:

Als Jugendlicher wollte ich unbedingt einmal der britischen Königin Elizabeth II. ins Bein beißen.

Nachdem er den Vorwurf, ein Selbstdarsteller zu sein, zurückgewiesen hat, dementiert er sich im Folgenden selbst. Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: